Washington – So ein Spektakel hat es im Weißen Haus noch nie gegeben! Donald Trump (79) plant zu seinem 80. Geburtstag am Sonntag eine Serie von UFC-Kämpfen – eine Mixed-Martial-Arts-Show auf dem Südrasen vor dem ikonischen Gebäude. Gerade entsteht dort eine gewaltige Kampfarena mit 28-Meter-hohen Metallbögen. Sie überragen sogar das Dach des Weißen Hauses. Der Spitzname für die Konstruktion über dem Oktagon: „The Claw“ – die Klaue.
Höhepunkt sind vier UFC-Titelkämpfe in verschiedenen Gewichtsklassen, veranstaltet von Trump-Kumpel Dana White (56). Die Idee für das Weiße Haus als Arena für fliegende Fäuste soll Trump gekommen sein, als er mit UFC-Chef White 2024 einen Käfigkampf in New York besuchte. Kritiker lästern jedoch: Trump verwandle das „Haus des Volkes“ in eine Gladiatoren-Arena.
Kläger beanstanden „eklatante Korruption“
Doch wackelt jetzt das Mega-Event? Die Watchdog-Gruppe „Public Integrity Project“ zog vor Gericht. Sie fordert eine einstweilige Verfügung zum Stopp der Kampfveranstaltung. Beklagt sind der National Park Service, das Innenministerium und Minister Doug Burgum (69). Der Vorwurf: Die Trump-Regierung habe Bundesgesetze gebrochen, um ein kommerzielles Sportereignis möglich zu machen.
In der Klageschrift ist dazu von „eklatanter Korruption“ die Rede. Der Grund: Die Organisation von Trumps engem Freund könne durch TV-Übertragungen und Sponsoring-Pakete kommerziell profitieren. Außerdem sei die Riesenstruktur „The Claw“ ohne Genehmigung des Kongresses errichtet worden, heißt es. Dazu seien Wiege-Events am Lincoln Memorial geplant – laut Klägern eine problematische Nutzung öffentlicher Orte.
Anti-Trump-Richter als „Alarmsignal“ fürs Weiße Haus
Brisant auch: Die Klage verweist darauf, dass Trump im März zwischen 15.000 und 50.000 Dollar in TKO investiert hat – die Mutterfirma der UFC. Solche großen Spannen sind übrigens in US-Vermögensoffenlegungen („Disclosure-Reports“) üblich. Ein Regierungsvertreter wies aber die Vorwürfe gegenüber NBC als „Störtaktik“ zurück. Das Kampf-Spektakel sei ein historisches Sportereignis im Rahmen der 250-Jahr-Feiern der USA.
Als Alarmsignal für Team Trump gilt jedoch: Der Rechtsfall wurde Bundesrichter Amit P. Mehta (55) zugewiesen. Er machte sich mit einer Serie von Entscheidungen gegen Trump und dessen Regierung einen Namen – besonders im Zusammenhang mit dem Sturm von MAGA-Anhängern auf das Kapitol am 6. Januar 2021.
Rückschläge bei Trumps Jubelwochen
Jedenfalls: Das Justiz-Drama ist der jüngste Höhepunkt einer Serie von Rückschlägen bei Trumps Jubelwochen rund um Amerikas 250. Geburtstag am 4. Juli. Zuletzt platzte bereits eine Konzertserie, nachdem fast alle Musiker abgesprungen waren.