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Völler! Klose! Basler!: Niclas Füllkrug jagt die Werder-Legenden

Völler! Klose! Basler!: Niclas Füllkrug jagt die Werder-Legenden
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Viele Stürmer-Legenden haben in der Vergangenheit für Werder Bremen gespielt – und wenn Niclas Füllkrug (33) so weitermacht, reiht er sich noch zu aktiven Zeiten in diese illustre Runde ein. Beim 3:2 in Mainz macht Füllkrug seine Saisontore sieben und acht, setzt sich allein an die Spitze der Torjägerliste. Und pulverisiert im Vorbeigehen die Vereinsrekorde beim viermaligen Deutschen Meister.

Mit einem Elfmeter-Doppelpack (7./25.) bringt der Torjäger Werder mit 2:0 in Führung, vergibt nach Ecke per Kopf völlig frei sogar die Riesenchance auf den Hattrick (32.). Dazu sorgt Füllkrug ein wenig für Unruhe, als er nach seiner Auswechslung nach 80 Minuten auf der Bank durch die Gegend poltert, sichtlich wütend ist. Dabei hatte er selbst die Auswechslung gefordert – gut möglich, dass ihm das zu lange gedauert hatte.

Trotzdem: Die Zahlen des Ex(?)-Nationalspielers (24 Länderspiele, 14 Tore) zum Saisonstart sind beeindruckend, wie die Daten von Sportec Solutions zeigen:

  • Acht Tore nach sieben Spieltagen hatte in der Bundesliga-Historie zuvor nur ein Bremer auf dem Konto: Rudi Völler (66) in der Saison 1985/86. Selbst Deutschlands WM-Rekordtorschütze Miroslav Klose (48) hatte 2005/06 „nur“ sieben Toren in den ersten sieben Spielen geschafft.
  • Füllkrug kommt nun auf 36 Bundesliga-Tore im Werder-Dress, so viele erzielte einst auch Mario Basler (57).
  • Noch einen Rudi-Rekord jagt „Fülle“: Der Ex-Dortmunder und -Hannoveraner hat in den letzten sechs Bundesliga-Spielen getroffen. Eine längere Serie bei Werder hatte nur Völler. Er war 1982/83 an sieben Spieltagen nacheinander erfolgreich.
  • Füllkrug machte beim 2:2 in Dortmund, beim 2:2 gegen Paderborn und jetzt in Mainz fünf Werder-Tore in Folge, bevor Reis gegen den FSV zum 3:1 trifft (61.). Damit bleibt ein Rekord bei Frank Neubarth (64), der 1988 sogar sechsmal in Serie getroffen hatte.

Füllkrug mit Doppelpack: Werder Bremen gewinnt in Mainz

Füllkrug-Wahnsinn in Mainz – doch auch der FSV steht weiter für Spektakel. Dumm nur, dass dieses Spektakel bei Heimspielen kaum Ertrag bringt. In vier Heimspielen fielen insgesamt schon 16 Treffer, doch dabei holte das Team von Urs Fischer nur einen Punkt beim 0:0 gegen Paderborn. Diesmal reicht es vorne nur für die Tore von Caci (33.) und Lee (63.). Philipp Tietz (bislang 5 Saisontore) lässt zwei Kopfballchancen liegen, verliert das Torjäger-Duell gegen Füllkrug. Dazu kommt Pech: Ein durchaus möglicher Elfer (Regeer gegen Mwene/79.) wird nicht gegeben.

Auch, weil Werder neben Füllkrug noch zwei Trümpfe im Spiel hat: Mitchell Weiser (32) steht zum ersten Mal seit 525 Tagen wieder in der Startelf, leitet den Angriff, der zum ersten Elfmeter führt, überragend ein. Dazu ist Außenverteidiger Arthur kaum zu halten, holt den Elfmeter zum 1:0 raus und leitet das 3:1 ein. Bremen überholt Mainz in der Tabelle, ist jetzt Sechster. Stark!

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