Kultur

Ukrainischer Kampfjet abgestürzt – Fünf Tote, Dutzende Verletzte bei Luftangriffen

Ukrainischer Kampfjet abgestürzt – Fünf Tote, Dutzende Verletzte bei Luftangriffen

In der zentralukrainischen Region Poltawa ist offiziellen Angaben nach ein Kampfjet des Typs MiG-29 abgestürzt. Der Pilot habe sich per Schleudersitz retten können und werde medizinisch versorgt, teilte die ukrainische Luftwaffe mit.

Der Vorfall ereignete sich demnach in der Nacht während eines Kampfeinsatzes. Die genaue Ursache des Absturzes ist unklar. Zu der Zeit hat Russland die Ukraine erneut mit mehr als 100 Drohnen attackiert. Die Ukraine setzt Kampfflugzeuge zum Abschuss der unbemannten Flugobjekte ein.

Die Ukraine griff ihrerseits nach Angaben ihres Inlandsgeheimdienstes SBU eine Ölpumpanlage in Russland an, die Moskau mit Treibstoff versorgt. Die Anlage in der Region Wladimir war im Juni schon einmal Ziel eines ukrainischen Angriffs geworden. Den neuerlichen Angriff meldete der SBU am Samstagmorgen.

Bei neuen gegenseitigen Luftangriffen Russlands und der Ukraine wurden nach Angaben beider Seiten mindestens fünf Menschen getötet und Dutzende Menschen verletzt. Die ukrainischen Behörden meldeten am Samstag zwei Tote durch russische Angriffe. Bei ukrainischen Angriffen auf Ziele in Russland und den russisch kontrollierten Teil der ukrainischen Region Donezk gab es nach Behördenangaben drei Tote.

In der ostukrainischen Region Dnipropetrowsk wurde in der Nacht zum Samstag bei russischen Luftangriffen ein Mensch getötet, zwei andere wurden verletzt, wie der Leiter der dortigen Militärverwaltung, Oleksandr Hanja, im Onlinedienst Telegram mitteilte. „Der Feind hat zwei Distrikte der Region mehr als 30 Mal mit Drohnen und Fliegerbomben angegriffen“, erklärte er.

In der nordukrainischen Region Sumy an der Grenze zu Russland wurde ein Mann bei einem Drohnenangriff auf ein Haus getötet, wie der dortige Militärgouverneur Oleh Grigorow erklärte. Bei Angriffen auf ein anderes Gebiet in der Grenzregion gab es nach Angaben des ukrainischen Rettungsdienstes 13 Verletzte, darunter zwei Kinder.

Angriffe auf Saporischschja

Bei russischen Angriffen auf die südostukrainische Stadt Saporischschja wurden nach Angaben des Rettungsdienstes neun Menschen verletzt, darunter ebenfalls zwei Kinder. Ein Hochhaus sei durch die Angriffe „teilweise zerstört“ worden. Der Rettungsdienst barg zwei Überlebende aus den Trümmern. Fotos auf Telegram zeigten einen Wohnblock mit zerstörtem Dach und zerborstenen Fenstern. Das Treppenhaus und eine Wohnung waren ebenfalls stark beschädigt.

Bei einem ukrainischen Angriff auf Horliwka im von Russland kontrollierten Teil der ostukrainischen Region Donezk wurde eine Frau getötet, wie der von Moskau eingesetzte Bürgermeister Iwan Prikhodko auf Telegram erklärte.

In der südrussischen Region Rostow trafen Drohnen ein Militärmuseum, wie Gouverneur Juri Sljusar mitteilte. Dabei seien elf Menschen verletzt worden. In der Grenzregion Belgorod wurde ein Zivilist bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf eine „Produktionsanlage“ getötet, wie die örtlichen Behörden im staatlichen Onlinedienst Max mitteilten.

In der südrussischen Region Wolgograd teilten die Behörden mit, dass bei einem ukrainischen Angriff ein Mensch getötet und zehn weitere verletzt worden seien. Bei dem Angriff seien Industrieanlagen beschädigt worden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb in Online-Netzwerken, FP-5-Flamingo-Marschflugkörper hätten erfolgreich den „Titan-Barrikady-Komplex“ in Wolgograd getroffen. Dabei handele es sich um ein Rüstungsunternehmen.

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