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Traditions-Bäckerei nach Pleite verkauft: So viele Filialen schließen

Traditions-Bäckerei nach Pleite verkauft: So viele Filialen schließen
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Flensburg – Nach der Pleite heißt es jetzt Aufatmen, zumindest für einen Teil der Belegschaft und Kunden. Denn für die über 100 Jahre alte Bäckerei-Kette wurde eine Lösung gefunden: Ein Konkurrent übernimmt Filialen und Mitarbeiter – jedoch nicht alle!

Das Familienunternehmen Andresen aus Neumünster (Schleswig-Holstein) kauft zum 1. August sechs der elf Filialen der 1924 gegründeten Bäckerei Hansen Mürwik. Geschlossen wird – neben vier anderen Standorten – die Backstube in Wees bei Flensburg, dem Hauptsitz der Traditions-Bäckerei. Dort wird der Produktionsbetrieb Ende Juli eingestellt. Immerhin 75 der zuletzt 120 Mitarbeiter behalten aber ihre Jobs.

Die Gründe für die Insolvenz

Die Bäckerei-Kette Hansen Mürwik hatte im November 2025 beim Amtsgericht Flensburg Insolvenz angemeldet. Die hohen Kosten für Umbauten sowie stark gestiegene Energie- und Personalkosten konnten nicht mehr gestemmt werden. Ein Problem, das zuletzt auch den thüringischen Bäckerei-Riesen Lampe in finanzielle Schieflage gebracht hat.

Wer die Bäckerei-Kette übernimmt

Der neue Besitzer blickt selbst auf eine lange Geschichte zurück: Seit 1895 ist die Bäckerei Andresen bereits in Neumünster bekannt und verkauft ihre zum Teil prämierten Backwaren mittlerweile in 27 Filialen – unter anderem in Kiel, Bordesholm, Rendsburg und Kaltenkirchen.

Insolvenzverwalter Dr. Arno Doebert in einer Stellungnahme auf BILD-Anfrage zur Übernahme: „Das ist ein guter Abschluss für ein Verfahren, das unter schwierigen Vorzeichen stand. Mit der Bäckerei Andresen haben wir einen verlässlichen Käufer gefunden, der das Wohl der Belegschaft von Beginn an im Blick hatte.“

Gegenüber BILD betont der Co-Geschäftsführer von Andresen, Rainer Theuer: „Wir haben uns in den letzten Wochen intensiv mit den Filialen beschäftigt und ein tolles und vor allem engagiertes Team kennengelernt.“ Er erinnert an die monatelange Unsicherheit der Beschäftigten, die während des Insolvenzverfahrens um ihre Jobs bangten.

Was der Verkauf für die Mitarbeiter bedeutet

„Trotz der schwierigen Lage haben die Mitarbeiter loyal und verlässlich den Betrieb weitergeführt“, sagt Theuer. Er verspricht: „Ich werde mit jedem Mitarbeiter, der jetzt zur Andresen-Familie kommt, das persönliche Gespräch suchen.“ Theuer und sein Mit-Geschäftsführer Stefan Andresen seien „Chefs zum Anfassen“.

Bis zum Insolvenzantrag beschäftigte das Unternehmen Hansen Mürwik insgesamt 145 Mitarbeiter an elf Standorten. Ein Großteil der Belegschaft, die nicht übernommen wird, sei aber bereits in neue Arbeitsverhältnisse vermittelt worden, erklärt Insolvenzverwalter Doebert.

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