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Teure Mutprobe: Männer klettern auf Funkmast! Rettung aus 40 Metern Höhe

Teure Mutprobe: Männer klettern auf Funkmast! Rettung aus 40 Metern Höhe
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Stutensee (Baden-Württemberg) – Sie wollten hoch hinaus, doch dann verließ sie der Mut. Zwei junge Männer kletterten illegal auf einen 40 Meter hohen Funkmast und wagten sich nicht mehr hinunter. Aus der Mutprobe wurde plötzlich ein Großeinsatz der Feuerwehr.

Mittwochabend gegen 22 Uhr: Zwei Männer (21, 30) stiegen auf einen Mobilfunkmast, der direkt an einer Bahnlinie steht, in Stutensee-Büchig im Landkreis Karlsruhe (Baden-Württemberg). Sie überwanden laut Feuerwehr eine Schutzvorrichtung und erreichten eine Leiter.

Ohne Sicherung auf Funkmast geklettert

In der Dunkelheit begann das Duo seinen Aufstieg über eine Art Sprossenleiter, die alle 20 cm an der Seite jeweils einen dünnen Steg hat: Völlig ohne Sicherung kletterten die beiden Männer Schritt für Schritt nach oben, bis sie eine Wartungsplattform in 40 Metern Höhe erreicht hatten.

Erst dort wurde ihnen bewusst, wie hoch sie waren. Die Männer blickten in die Tiefe und trauten sich laut Feuerwehr nicht mehr an den Abstieg. Anwohner bemerkten ihre Notlage und alarmierten Polizei und Feuerwehr.

43 Einsatzkräfte rücken an

Und die rückten mit einem Großaufgebot an: 43 Einsatzkräfte und elf Fahrzeuge mitsamt Experten der Höhenrettung fuhren vor. Die Helfer hatten eine spezielle Hubrettungsbühne dabei. Auch ein Notarzt- und ein Rettungswagen wurden angefordert.

Kletterer waren „froh, als sie wieder unten waren“

Nach „umfangreichen Sicherungsmaßnahmen“ konnten beide Kletterer unverletzt von der Plattform gerettet werden. Sie wirkten nach Einschätzung der Retter verängstigt „und waren froh, als sie wieder unten waren“, erklärt Robert Redinger vom Kreisfeuerwehrverband Karlsruhe auf BILD-Anfrage.

Böse Überraschung für das Duo: Unten wartete schon die Polizei mit vier Streifenwagen und acht Beamten sowie Polizeihunden auf die Kletterer. Denn das Besteigen solcher Masten ist verboten „und auch absolut lebensgefährlich“, warnen die Retter.

Bußgeld droht den Kletterern

Denn nicht nur die Höhe ist gefährlich, sondern auch mögliche Stromschläge durch die technischen Anlagen. Es droht eine empfindliche Geldbuße. Immerhin: Die Anlagen selbst seien bei dem Einsatz und durch das Klettern nach bisherigen Erkenntnissen nicht beschädigt worden.

Rettungskosten könnten in die Tausende gehen

Die Mutprobe könnte ein teures Nachspiel haben: Laut Feuerwehr Stutensee ist der Einsatz kostenpflichtig, es seien „erhebliche Kosten“ angefallen. Diese könnten locker mehrere Tausend Euro betragen, so die Einschätzung von Feuerwehr-Experten. Ob und inwieweit das Geld von den beiden Männern zurückgefordert wird, „prüfen wir in Absprache mit der Feuerwehr“, erklärte eine Karlsruher Polizeisprecherin gegenüber BILD.

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