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Steffen Krach vor Russischem Haus in Berlin: „Hier können wir enteignen, liebe Linke!“

Steffen Krach vor Russischem Haus in Berlin: „Hier können wir enteignen, liebe Linke!“
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Berlin – Diese Spitze sitzt! Der Berliner SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach hat sich für einen Seitenhieb gegen die Linke eine ziemlich besondere Kulisse ausgesucht: das Russische Haus in der Friedrichstraße. Davor posiert Krach mit einem Pappschild in der Hand. Darauf steht: „Hier können wir enteignen, liebe Linke! Seid ihr dabei?“

Der Witz dahinter: Die Berliner Linke will die Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne zur Bedingung für eine Regierungsbeteiligung nach der Abgeordnetenhauswahl am 20. September machen. Krach wiederum hat klargemacht: Mit der SPD wird es das nicht geben. Jetzt schlägt er der Partei, die traditionell russlandfreundlich ist, ausgerechnet ein Gebäude vor, das Propaganda für den Kreml verbreitet.

Auslöser für den Seitenhieb ist eine Aussage der Linken-Co-Bundeschefin Ines Schwerdtner. Sie hatte im „Stern“-Podcast klargemacht, dass ihre Partei bei der Enteignung großer Wohnungsunternehmen nicht verhandelt. „Es wird mit der Berliner Linken in der Regierung vergesellschaftet werden“, sagte sie.

Krach hält davon wenig: „Wenn das die rote Linie ist für die Linkspartei, dann müssen sie gucken, mit welcher Koalition sie das umsetzen wollen – mit der SPD jedenfalls nicht“, sagte er dem „Stern“. Auf X schrieb er anschließend: „Dann muss die Linke wohl allein in Berlin regieren.“

Warum ausgerechnet das Russische Haus?

Das Russische Haus der Wissenschaft und Kultur präsentiert sich offiziell als Kulturzentrum. Dort gibt es Ausstellungen, Konferenzen und Konzerte. Doch hinter der Fassade ist das Haus politisch höchst umstritten. Betrieben wird es von Rossotrudnitschestwo, einer staatlichen Kultur-Agentur, die dem russischen Außenministerium untersteht. Die EU setzte die Organisation nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 auf ihre Sanktionsliste.

WDR und „Süddeutsche Zeitung“ berichteten zuletzt zudem über ein Schreiben des französischen Innenministeriums. Darin soll das Russische Haus als „Tarnung“ für russische Geheimdienste bezeichnet worden sein. Genau diese Russland-Verbindung macht Krachs Foto zur Pointe: Er schickt die Linke zum Enteignen ausgerechnet dorthin, wo die Partei sich gern vor klarer Position drückt.

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