Hauptnachrichten

Staatsschutz ermittelt: Afghane (26) soll Kölner Synagoge ausspioniert haben

Staatsschutz ermittelt: Afghane (26) soll Kölner Synagoge ausspioniert haben
TTS-Player überspringenArtikel weiterlesen

Köln (NRW) – Welche düsteren Pläne hatte der junge Mann? Polizei und Staatsschutz ermitteln gegen einen Afghanen. Der 26-Jährige soll vor zwei Wochen mit seinem Handy versucht haben, die Kölner Synagoge auszuspionieren. Die Behörden sind alarmiert. Denn der Verdächtige ist polizeilich bekannt und als „Prüffall Islamismus“ gelistet.

Er verhielt sich auffällig und filmte die Synagoge

Der Vorfall soll sich am 21. Mai in der Kölner Innenstadt abgespielt haben. Laut Polizeiangaben soll der Mann nahe dem jüdischen Gemeindehaus an der Roonstraße gestanden und mit seinem Handy Filmaufnahmen gemacht haben. Danach habe er hektisch telefoniert. Das auffällige Verhalten des Afghanen sei Mitarbeitern der Synagoge anhand der Überwachungskamera aufgefallen. Diese verständigten die Polizei, berichtete „Focus online“ zuerst.

Die gerufenen Beamten sprachen daraufhin den 26-Jährigen an, der sich dabei in Widersprüche verwickelte. Die Kölner Polizei bestätigte den Vorfall auf Anfrage gegenüber BILD.

Verdächtige Chats gefunden

Bei der Personalienüberprüfung kam heraus, dass der Mann bereits polizeibekannt ist. Laut „Focus online“ ist er aufgrund eines anderen Vorfalls von den Behörden als „Prüffall Islamismus“ eingestuft worden. Beim Durchsehen seiner Handydaten fanden die Beamten zudem Hinweise darauf, dass der Verdächtige offenbar etliche Schusswaffen verkaufen wollte. Allerdings wurden keine Aufnahmen der Synagoge gefunden. Der 26-Jährige soll Daten gelöscht haben. Daraufhin wurde ein Durchsuchungsbeschluss für seine Wohnung erwirkt. Dabei stellten die Beamten verdächtige Datenträger sicher. Der Mann befindet sich derzeit auf freiem Fuß. Polizei und Staatsschutz ermitteln.

Der Verdächtige war 2013 als Angehöriger einer sogenannten Ortskraft mit seiner achtköpfigen Familie aus Afghanistan nach Deutschland eingereist. Nach Focus-online-Recherchen soll der Vater in der Heimat die seinerzeit am Hindukusch stationierten deutschen Einsatzkräfte mit wichtigen Informationen versorgt haben.

Vielleicht verpasst