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SPD: Gerhard Schröder plötzlich in China aufgetaucht – wen er dort traf

SPD: Gerhard Schröder plötzlich in China aufgetaucht – wen er dort traf
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Xiong'an (China)/Berlin – Gerhard Schröder (SPD) sorgt erneut für Gesprächsstoff! Kurz nach seinem umstrittenen Besuch bei Kreml-Despot Wladimir Putin (74) tauchte der Alt-Kanzler überraschend bei einem Forum zur globalen Ordnungsgestaltung in China auf. Der frühere Bundeskanzler marschierte gemeinsam mit Chinas Außenminister Wang Yi und weiteren Ehrengästen zur Eröffnungsfeier in den Festsaal der sozialistischen Modellstadt Xiong’an.

Dort nahm Schröder in der ersten Reihe Platz. Seine Frau Soyeon Schröder-Kim (56) saß eine Reihe hinter ihm. Eine Rede hielt Schröder bei der Eröffnung nicht. Doch der Auftritt dürfte in seiner Partei erneut für neuen Ärger sorgen. Erst vor Kurzem hatte Schröders Besuch bei Kriegsführer Putin heftige Kritik unter den Genossen ausgelöst.

Innerhalb der Partei wurden erneut Rufe nach einem Ausschlussverfahren laut. Brisant dabei: Nach Angaben des Kremls hatte Schröder Putin am 7. Oktober in Moskau zu dessen 74. Geburtstag gratuliert.

Schröder sorgt immer wieder Kopfschütteln in seiner eigenen Partei: Der 82-Jährige ist mit Putin eng befreundet. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine traf sich Schröder wiederholt mit Putin. Über Reisen Schröders nach China ist dagegen wenig bekannt. Wen Schröder noch treffen wird, ist unklar. Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping (73) war nicht in Xiong'an und ließ über seinen Außenminister eine Grußbotschaft an die Gäste richten.

Warum sich das Forum trifft

Das „Global Governance Forum“ schließt an eine Initiative an, die Xi ein Jahr zuvor ausgerufen hatte. Ziel: eine Reform hin zu einer multilateralen Weltordnung. Die Initiative spricht sich für einen Ausbau von Multilateralismus (Kooperation zwischen mehreren Staaten) und ein faires globales Kräfteverhältnis aus. China kritisiert etwa die herausgehobene Rolle der USA in der globalen Weltordnung.

Um ihre Vorherrschaft zu wahren und ihre eigenen Interessen zu schützen, hätten „einige Länder“ den Reformprozess der Vereinten Nationen (UN) und ihrer Organisationen lange Zeit behindert, erklärte Chinas Regierung in einem im Juni veröffentlichten Weißbuch zur Initiative. Auch hier dürften sich u.a. die USA angesprochen fühlen. Entwicklungsländer seien nach wie vor unterrepräsentiert, stand darin weiter.

China präsentiert sich damit als Stimme des sogenannten „Globalen Südens“. In dem Weißbuch fordert Peking als ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat, die Vertretung von Entwicklungsländern in dem Gremium auszuweiten.

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