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Sogar Weißwurstkönigin begeistert: Der Bauernseufzer ist die „Wurst des Jahres“

Sogar Weißwurstkönigin begeistert: Der Bauernseufzer ist die „Wurst des Jahres“
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Mühlhausen (Thüringen) – Gegen den Bauernseufzer waren sogar Currywurst und Krakauer chancenlos. Die deftige Spezialität aus Franken und der Oberpfalz wurde im Deutschen Bratwurstmuseum zur „Wurst des Jahres“ gekürt.

Die Konkurrenz kam aus ganz Deutschland: Berliner Currywurst, Münchner Weißwurst, Bremer Pinkel und Krakauer. Sie wurden von einer sechsköpfigen Fachjury verkostet. In ihr saßen unter anderem eine Köchin, ein Metzgermeister und ein Fleisch-Sommelier. Und Weißwurstkönigin Julia Böbel (28).

Das steckt im Bauernseufzer

„Der Bauernseufzer ist ein echter Allrounder, fein geschnitten auf Brot ebenso wie als Zutat in kräftigen Eintöpfen“, begründet Fleisch-Sommelier Michael Keller (62) die Entscheidung der Jury. Die Siegerwurst besteht aus grobem Schweinefleisch, wird mit Koriander, Majoran, Muskat, Piment und Zimt gewürzt, in Naturdarm gefüllt und geräuchert. Besonders lecker ist sie warm mit Senf und Sauerkraut.

Um ihren Namen ranken sich mehrere Geschichten. Bratwurstmuseums-Chef Thomas Mäuer (60) erzählt seine Lieblingsversion: Früher soll der Bauer tief geseufzt haben, wenn der Fleischer nach der Hausschlachtung zu viele der frischen Würste mitnahm. Ob es wirklich so war, kann nicht belegt werden.

In Deutschland verschwinden alte Wurstsorten

Die Konkurrenz ist riesig: Rund 3600 Wurstsorten gibt es laut Museum in Deutschland. Doch mit kleinen Fleischereien verschwinden auch alte Rezepte. „Uns geht da wirklich etwas verloren“, sagt Mäuer. Das Bratwurstmuseum in Thüringen sammelt deshalb historische Dokumente und Rezepte und will mit der neuen Auszeichnung regionale Spezialitäten bekannter machen.

Als „Wurst des Jahres“ dürfte der Bauernseufzer bald auch Wurstliebhabern in Köln oder Rostock nach den ersten Bissen wohlige Seufzer entlocken.

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