Hamburg – Großeinsatz der Polizei am Montagmorgen an der Universität Hamburg! Rund 50 zumeist vermummte Chaoten blockieren derzeit die Zugänge zu einem Gebäude der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, skandieren Hass-Parolen. Vor Ort sind Baustellenabsperrungen und Palästina-Flaggen zu sehen.
Sie brüllen „Bullenschweine, Bullenschweine“, „Mörder“ und „Lügner“, fordern „Free Palestine“. Die Eingänge sind mit Absperrgittern und Müllcontainern versperrt. Eine Kette aus Bereitschaftspolizisten hat die Demonstranten umringt. So soll verhindert werden, dass sich weitere Personen beteiligen können. Zuvor war in den sozialen Medien zu der Aktion in Hamburg aufgerufen worden.
Die Polizei ist mit weiteren starken Kräften vor Ort. Etwa 20 Einsatzwagen stehen auf dem Gelände. Nach BILD-Informationen leisteten einzelne Chaoten Widerstand. Auf englischsprachigen Transparenten fordern die Demonstranten nahe dem Von-Melle-Park unter anderem die Befreiung „aller unterdrückten Menschen“.
Was mit der Blockade erreicht werden soll
Eine Vermummte sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Fakultät werde unter anderem blockiert, weil „jeder dritte Euro in die Kriegsindustrie“ fließe statt in die Bildung. Man wolle sich mit Streikenden in ganz Europa solidarisieren. Wer die Aktion organisiert hat und ob sie auch etwas mit den Krawallen vom Wochenende zu tun hat, ist bislang unklar.
BILD erfuhr: Die Versammlung war zunächst nicht angemeldet, mittlerweile wurde dies aber nachgeholt.