Kriegschroniken

Russlands zweitgrößter Onlinehändler Ozon meldet erneut Drohnenangriff

Russlands zweitgrößter Onlinehändler Ozon meldet erneut Drohnenangriff

Die Ukraine hat in der Nacht erneut eine Filiale eines großen russischen Internethändlers angegriffen. Ein Logistikzentrum von Ozon in der südrussischen Teilrepublik Adygeja sei wegen eines Drohnenangriffs evakuiert worden, berichtete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass und berief sich auf das Unternehmen. In dem Gebäude sei ein Feuer ausgebrochen. Nach bisherigen Angaben gab es keine Verletzten. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten verstärkt Versandzentren der russischen Onlinekonzerne Wildberries und Ozon zerstört oder beschädigt. Ozon ist nach Wildberries der zweitgrößte Onlinemarktplatz Russlands. Beide Unternehmen werden wegen ihrer dominierenden Stellung im schnell wachsenden russischen Onlinehandel häufig mit dem US-Konzern Amazon verglichen.

Allein zwischen Mitte Juli und Mitte August wurden nach Angaben russischer Behörden 20 Standorte von Wildberries in verschiedenen Teilen Russlands und auf der von Moskau annektierten ukrainischen Halbinsel Krim angegriffen. Die Regierung in Kyjiw wirft den Onlinehändlern vor, über Logistikzentren auch das russische Militär zu beliefern und damit Teil des Angriffskriegs gegen die Ukraine zu sein.

Trump vor Friedensgesprächen optimistisch

US-Präsident Donald Trump sagte unterdessen der britischen , er sei optimistisch, dass die Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland Fortschritte machten. »Ich glaube, beide Seiten sind an dem Punkt angelangt, an dem sie sagen: ›Lasst uns eine Einigung erzielen‹«, sagte er. Kommende Woche finden unter Vermittlung der USA in den Vereinigten Arabischen Emiraten erstmals seit Beginn des Krieges gegen den Iran wieder direkte Gespräche zwischen der Ukraine und Russland statt.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte den ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj am Dienstag in Berlin empfangen. Beide hatten während ihres Treffens darauf gepocht, dass die Europäer an den anstehenden Gesprächen zur Beendigung des russischen Angriffskriegs beteiligt werden müssten. 

Selenskyj schrieb am späten Abend auf X, er habe Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für die umfassende Unterstützung Deutschlands gedankt. Europas Beteiligung sei wichtig, um den Friedensprozess voranzutreiben.

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