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Reporterin Dasha Burns: Ukraine ist bereit zur Zusammenarbeit mit Trump

Reporterin Dasha Burns: Ukraine ist bereit zur Zusammenarbeit mit Trump
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Hi, ich bin Dasha Burns, Leiterin des „Politico“-Büros im Weißen Haus. Und ich berichte seit fast zehn Jahren über Trump. Inzwischen auch für BILD.

Ich habe mich diese Woche mit der ukrainischen Botschafterin in den Vereinigten Staaten, Olha Stefanishyna, zusammengesetzt und mit ihr über die neuesten Entwicklungen gesprochen. Denn ehrlich gesagt lag der Fokus der USA wegen des Kriegs mit dem Iran zuletzt stark auf dem Nahen Osten, und das stellt für die Ukraine eine Herausforderung dar. Anfang des Jahres gab es noch ständig Treffen und Telefonate zur Ukraine, aber seit dem Krieg mit dem Iran hat das Ausmaß des amerikanischen Engagements in Bezug auf die Ukraine etwas nachgelassen.

Stefanishyn sagte, dass der Ukraine die Anzahl der Schlagzeilen in den Medien weniger wichtig sei als vielmehr das Maß an Unterstützung und Engagement seitens der Vereinigten Staaten. Eine große Frage, die ich Stefanishyna gestellt habe, betraf die tatsächlichen militärischen Ressourcen, die der Ukraine zur Verfügung gestellt werden und die gekauft wurden, da die Lagerbestände in den USA seit Beginn des Iran-Krieges nicht mehr so sind wie zuvor. Sie sagte, bislang sei die Lieferung nicht unterbrochen worden, aber man habe den Verantwortlichen zu verstehen gegeben, dass die zukünftige Versorgung nicht garantiert sei.

Zusammenarbeit mit den USA

Die Hoffnung der Ukrainer ruht nun weitestgehend auf Donald Trump und seiner Regierung. Stefanishyna sagte, dass sie vor Trumps Amtsantritt mithilfe verschiedenster Verbündeter weltweit versucht hätten, Fortschritte zu erzielen, aber nichts funktioniert habe. Jetzt seien sie bereit und willens, weiterhin mit dieser Regierung zusammenzuarbeiten.

Und man konnte in meinem Gespräch mit ihr – ähnlich wie zuvor in meinem Gespräch mit Selenskyj – diese besondere Spannung spüren: Sie müssen sehr vorsichtig sein, wie sie über Präsident Trump sprechen. Sie müssen die Politik gewissermaßen umgehen, weil die politische Debatte für sie völlig getrennt ist von der Realität vor Ort. Genau das ist letztlich das, was ihnen wirklich wichtig ist.

Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass die Ukraine inzwischen zu einem globalen Vorreiter in der Drohnentechnologie geworden ist. Das US-Militär lernt von der Ukraine, insbesondere jetzt, da der Umgang mit dem Iran zunehmend wichtiger wird. Das Pentagon und die Ukraine arbeiten derzeit an einem Abkommen, um ukrainische Drohnentechnologie in den Vereinigten Staaten zu testen. Stefanishyna betonte dabei, dass die Ukraine inzwischen zur Sicherheit der USA und potenziell auch Europas beiträgt. Die Lehren aus diesem Krieg seien mittlerweile weltweit relevant und könnten für die Nato und die Vereinigten Staaten nützlich sein.

Ukraine will mitgestalten

Die Ukraine möchte nicht als ein Land gesehen werden, das lediglich auf Hilfsleistungen angewiesen ist. Sondern als ein Land wahrgenommen werden, das mitgestalten und ein wichtiger Akteur in der Weltpolitik und Geopolitik sein kann.

Die Dynamiken zwischen dem Weißen Haus, den USA und den Verbündeten weltweit verändern sich ständig. Diese Woche hat man beispielsweise in Polen ein regelrechtes Hin und Her erlebt. Erst erklärte das Pentagon, Truppen aus Polen abzuziehen, und dann sagte der Präsident plötzlich: „Doch nicht – wir schicken Truppen nach Polen, weil die Person, die ich unterstützt habe, dort die Präsidentschaftswahl gewonnen hat.“

Und daran sieht man direkt, welchen politischen Einfluss Präsident Trump ausüben möchte. Das tut er bereits in den Vereinigten Staaten bei Wahlen und Vorwahlen im ganzen Land. Seine politische Macht – die sich darin gezeigt hat, politische Gegner auszuschalten und Kandidaten, die er unterstützt, zum Wahlsieg zu verhelfen – soll nicht auf die USA beschränkt bleiben. Er möchte, dass die Menschen, hinter die er sich weltweit stellt, erfolgreich sind, damit er sagen kann: „Ich bin der Grund, warum Person X oder Y in irgendeinem Land gewählt wurde.“

Man sieht also deutlich diese politische MachtausĂĽbung. Das zeigte sich diese Woche auch bei der RĂĽckverlegung und erneuten Stationierung der Truppen in Polen. Ich denke, inzwischen hat er klargemacht, dass es keine Garantie fĂĽr eine UnterstĂĽtzung durch die Vereinigten Staaten gibt, sofern er nicht das GefĂĽhl hat, dass andere VerbĂĽndete bereit sind, mit ihm mitzuspielen.

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