Politik

Pistorius und Rehlinger als neue SPD-Parteichefs im Gespräch

Pistorius und Rehlinger als neue SPD-Parteichefs im Gespräch
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Berlin – Der Druck auf die SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil (48) und Bärbel Bas (58) wächst. Angesichts schwacher Umfragewerte und zunehmender Kritik aus den eigenen Reihen werden in der Partei bereits mögliche Nachfolger gehandelt. Das berichtet der „Spiegel“. Als entscheidender Prüfstein gelten die Landtagswahlen im September in Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Sachsen-Anhalt. Sollten die Sozialdemokraten dort enttäuschende Ergebnisse erzielen, könnte die Debatte über die Parteiführung an Dynamik gewinnen. Besonders ein Scheitern der SPD an der Fünfprozenthürde in Sachsen-Anhalt würde den Druck auf die Parteispitze weiter erhöhen.

Pistorius und Rehlinger werden genannt

In der Diskussion um mögliche Nachfolger fällt immer wieder der Name von Verteidigungsminister Boris Pistorius (66). Er gilt seit Jahren als beliebtester SPD-Politiker. Innerhalb der Partei wird allerdings bezweifelt, dass Pistorius Interesse am Parteivorsitz hat, spekuliert der „Spiegel“.

Als weitere mögliche Kandidatin wird Saarlands Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (50) genannt. Für sie sprechen ihre Wahlerfolge im Saarland und ihre hohe Akzeptanz in der Partei. Allerdings soll Rehlinger derzeit keinen Wechsel nach Berlin anstreben. Zudem steht sie selbst im kommenden Jahr vor einer Landtagswahl.

Schwesig muss erst Landtagswahl gewinnen

Auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (52) wird als mögliche Nachfolgerin gehandelt. Die frühere Bundesministerin verfügt über bundespolitische Erfahrung und gilt als durchsetzungsstark. Ihre Chancen hängen jedoch auch vom Abschneiden der SPD bei der Landtagswahl im September ab.

Genannt wird zudem Alexander Schweitzer (52), SPD-Vizevorsitzender und früherer Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. Er ist aktuell Chef der SPD-Fraktion im Mainzer Landtag. Nach seiner Wahlniederlage gilt er allerdings eher als Außenseiter.

Comeback von Heil möglich

Besondere Aufmerksamkeit erhält laut „Spiegel“ der frühere Arbeitsminister Hubertus Heil (53). Viele Sozialdemokraten trauen ihm eine Rückkehr in die erste Reihe zu. Heil selbst gilt jedoch als loyal und wird nicht als aktiver Herausforderer der Parteiführung gesehen – ihm wird allerdings kein gutes Verhältnis zu SPD-Chef Klingbeil nachgesagt.

Noch gibt es in der SPD keine offene Bewegung gegen Bas und Klingbeil. Die Diskussion über mögliche Alternativen zeigt jedoch, dass sich Teile der Partei bereits auf verschiedene Szenarien für den Fall weiterer Rückschläge vorbereiten.

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