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Parkplatz-Party in Houston: „Meine Mutter darf das nicht lesen“

Parkplatz-Party in Houston: „Meine Mutter darf das nicht lesen“
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Houston (Texas) – 100 Tacos, 115 Flaschen Wasser und reichlich Bierdosen! Ryan Brlecic (36) hat an alles gedacht. Für seine deutsch-amerikanische Tailgate-Party hat er 1000 Dollar ausgegeben. Und lädt jeden ein, der vorbeikommt. Das ist amerikanische Gastfreundschaft: Hier kommen Amerikaner und Deutsche zusammen. Sie alle eint das DFB-Trikot.

„Das ist der amerikanische Weg, Sport zu feiern“, sagt Ryan zu BILD. Klassisch grillen die Amerikaner – normalerweise vor Footballspielen – auf einem Parkplatz vor dem Stadion neben ihren Autos. Während der Weltmeisterschaft holen die Amis die US-Tradition kurzerhand zum deutschen Fußball! Ryan liebt Deutschland: Er ist in Heidelberg aufgewachsen, seine Eltern sind aber Amerikaner. Später kehrte er noch einmal kurz zum Studium nach Heidelberg zurück. Jetzt lebt er in den USA – arbeitet aber weiter für eine deutsche Firma.

Um 8 Uhr morgens (Ortszeit) beginnt seine Party auf einem Parkhaus nahe des NRG-Stadions in Houston. Auch ein heftiger Regenschauer kann die Fans nicht stoppen – sie ziehen einfach ins Untergeschoss um. Aus einem großen Lautsprecher dröhnt der Ballermann-Song „Wir sind die Deutschen“.

Auf einem Klapptisch liegen 100 Tacos und kleine Dosen mit Salsasoße bereit. „Grillen war uns ein bisschen zu aufwendig, heute alles hierherzubringen.“ Also habe ich Tacos gekauft. In Texas leben viele Mexikaner, deshalb sind Frühstücks-Tacos hier ein großes Ding“, sagt Ryan. Mehrere Kühlboxen sind mit Bier, Wasser und Twisted Tea – einer Art Mischung aus Eistee und Bier – gefüllt. Auf einem anderen Tisch sind sogenannte „Red Cups“ (rote Becher) für eine Runde Beerpong aufgebaut. „Red Cups“ sind die typischen roten Plastikbecher, die vor allem in den USA bei Partys verwendet werden und durch Filme, Serien und College-Feiern bekannt geworden sind.

Beerpong, Tacos, Fußball – und alles vor Anpfiff

„Wir spielen Beerpong mit Wasser in den Bechern. Jeder hat sein eigenes Getränk, dann muss man nicht das Finger-Bier trinken“, sagt Stuart Renfro (40). Damit meint er das Bier, aus dem man sonst mit bloßen Fingern den Ping-Pong-Ball fischen muss. Stuart kennt zwar keinen einzigen deutschen Spieler beim Namen. Die Mannschaft feiert er aber trotzdem. „Ich spiele Fußball seit ich drei Jahre alt bin, und habe einfach immer Deutschland geschaut. Jetzt, wo sie hier spielen, musste ich einfach dabei sein“, sagt er.

Die Brüder Pablo (29), Manuel (30) und Gustavo (26) Chihuahua aus Denver (Colorado) haben einen wertvollen Tequila mitgebracht. Die World Cup Limited Edition von „Don Julio 1942“ (750 Milliliter, 40 Prozent Alkohol) wird ab 179,99 Dollar aufwärts gehandelt!

„Ich habe rund 1000 Dollar für die Party gezahlt“

Die Mega-Deutschland-Party hat sich Ryan einiges kosten lassen: „Mit allem drum und dran, Essen, Getränke, Tische, Pavillon, habe ich rund 1000 Dollar für die Party gezahlt. Meine Mutter darf das nicht lesen“, sagt er zu BILD.

Aber jede gute Party hat irgendwann ein Ende. „Das Wichtigste am Tailgating ist, am Ende aufzuräumen“, sagt Ryan. Und Stuart: „In Amerika hinterlassen wir Sachen besser, als wir sie aufgefunden haben.“ Dann zieht die Truppe in Richtung Stadion. Jetzt wird endlich Fußball geguckt.

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