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Nürnberg: Mädchen am Bahnhof mit Geschenken gelockt, dann vergewaltigt

Nürnberg: Mädchen am Bahnhof mit Geschenken gelockt, dann vergewaltigt
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Nürnberg (Bayern) – Die Polizei hat einen Syrer (22) festgenommen. Der Verdacht: Er soll ein Mädchen in seiner Wohnung vergewaltigt und ihr ein verschreibungspflichtiges Schmerzmittel verabreicht haben. Der Mann war ins Visier der Ermittlungskommission „EKO Kajal“ geraten, die gegen eine perfide Masche im Umfeld des Nürnberger Hauptbahnhofs ermittelt.

Immer wieder waren in Nürnberg junge Frauen angesprochen und dann sexuell missbraucht worden. Auch Drogen und Medikamente sollen an Minderjährige verkauft worden sein.

Zwei Syrer festgenommen

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft durchsuchten Einsatzkräfte der Polizei am Mittwoch die Wohnung des 22-jährigen Tatverdächtigen in Nürnberg und nahmen ihn fest. Dabei nahmen sie auch einen weiteren Syrer (35) fest, der sich mit in der Wohnung befand. Bei ihm fanden die Beamten verdächtige Medikamente und synthetische Drogen. Eine Überprüfung ergab, dass bereits ein Haftbefehl gegen ihn vorlag.

Die Staatsanwaltschaft stellte Haftantrag gegen den 22-Jährigen. Nach der Vorführung erließ das Amtsgericht Nürnberg den Untersuchungshaftbefehl. Die Ermittlungen der „EKO Kajal“ dauern an.

Innenstadt und Bahnhof seit Jahren überwacht

Seit Jahren überwachen Polizei und Sicherheitsdienste die Nürnberger Innenstadt und das Umfeld des Hauptbahnhofs, gehen mit großem Aufwand gegen Kriminalität vor. So wurde etwa die Videoüberwachung erweitert, es gibt immer wieder gezielte Einsätze. Wie die Polizei wenige Tage vor den beiden Festnahmen berichtete, bestand der Verdacht, dass junge Mädchen aus prekären Verhältnissen offenbar gezielt von Mitgliedern der Betäubungsmittelszene „angegangen“ werden.

Mädchen erst abhängig gemacht, dann vergewaltigt

Die Ermittler weiter: „Bei den jungen Männern handelt es sich überwiegend um Personen mit syrischer, pakistanischer und nordafrikanischer Herkunft.“ Sie sollen die Mädchen zunächst mit Zuneigung, Geschenken wie Kleidung oder Kosmetika umwerben und ihnen dann teils harte Drogen wie Crystal Meth geben. Dadurch entstandene Abhängigkeiten sollen die Täter später gezielt ausgenutzt haben: „Die Mädchen sollen weitere Betäubungsmittel nur noch als Gegenleistung für sexuelle Handlungen oder andere ‚Dienstleistungen‘ erhalten und sich somit zum Teil prostituieren. Es besteht der Verdacht, dass sich in diesem Zusammenhang auch sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen zugetragen haben“, erklärte die Polizei. Sie will potenzielle Opfer gezielt aufklären.

Zwischenzeitlich war es den Beamten gelungen, zehn Verdächtige zu identifizieren. Gegen vier von ihnen wird unter anderem wegen Abgabe von Betäubungsmitteln an Minderjährige und Sexualdelikten ermittelt, darunter befindet sich offenbar auch der jetzt verhaftete 22-Jährige. Die Ermittlungen der „EKO Kajal“ dauern an.

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