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Nordkorea liefert Waffen an Putin für Krieg in Ukraine: „Regime ist wohlhabender denn je“

Nordkorea liefert Waffen an Putin für Krieg in Ukraine: „Regime ist wohlhabender denn je“
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Pjöngjang – Plötzlich kommt das Taxi in Nordkoreas Hauptstadt dank App in wenigen Minuten – und Speisen im Luxus-Restaurant wirkt wie aus einer anderen Welt im Hunger-Reich. Das Wall Street Journal berichtet, dass man das Land kaum wiedererkennt. Grund: Russlands Angriffskrieg in der Ukraine und moderne Technik aus China haben Nordkoreas Wirtschaft einen kräftigen Schub gegeben.

Noch 2021 räumte der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un (42) unter Tränen wirtschaftliche Fehler ein. „Fast alle Bereiche blieben weit hinter den Zielen zurück“, sagte er damals. Dann kam der Ukraine-Krieg. Seitdem fließen Geld, Technologie und Material ins Land.

Waffen für Russland bringen Milliarden

Nordkorea liefert Russlands Kreml-Chef Wladimir Putin (73) Munition und schickte mehr als 15.000 Soldaten an die russische Front im Ukraine-Krieg. Rund ein Drittel von ihnen wurde getötet oder verletzt. Laut dem südkoreanischen „Institute for National Security Strategy“ nahm das Regime von Sommer 2023 bis Ende vergangenen Jahres mehr als zehn Milliarden Dollar durch Waffenverkäufe ein.

Der Einsatz der Soldaten brachte zusätzlich mehr als eine halbe Milliarde Dollar – ein gewaltiger Betrag für ein Land mit einem geschätzten Bruttoinlandsprodukt von rund 27 Milliarden Dollar. Die Amerikanerin Jung H. Pak, die in der Biden-Regierung für Nordkorea zuständig war, sagt: „Das Regime ist wohlhabender denn je.“

Nach Schätzungen der südkoreanischen Zentralbank wuchs die Wirtschaft 2024 um 3,7 Prozent – so stark wie seit acht Jahren nicht. Forscher gehen davon aus, dass sich das Wachstum fortgesetzt hat. Nordkorea-Experte Stephan Haggard von der University of California (Sitz: San Diego): „Das ist eine unglaubliche Leistung für ein Land, das so arm ist.“

Neubauten, Smartphones, Autos und weiter Hunger

In der Hauptstadt Pjöngjang entstanden im vergangenen Jahr 10.000 neue Wohnungen – mehr als in US-Großstädten wie Los Angeles oder Chicago. Es gibt neue Restaurants, Autohäuser mit BMW und immer mehr Elektroautos auf den Straßen. Und in den Händen immer öfter auch Smartphones – mit denen man sogar bezahlen kann.

ABER: Das System Kim bleibt eines der repressivsten Regime der Welt. Laut einem Bericht der Vereinten Nationen sind fast die Hälfte der 26 Millionen Einwohner unterernährt.

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