New York – Dieser Basketball-Abend sprengt alle Dimensionen! Wenn die New York Knicks heute Nacht (2.30 Uhr) in Spiel 3 der NBA-Finals die San Antonio Spurs im Madison Square Garden empfangen, wird Geschichte geschrieben. Noch nie war ein Basketballspiel so teuer.
Die günstigsten Tickets wurden zeitweise für mehr als 9000 Dollar (rund 7900 Euro) angeboten. Die Durchschnittspreise lagen zuletzt bei über 7000 Dollar (rund 6200 Euro). Wer möglichst nah am Parkett sitzen möchte, muss sogar tief in die Tasche greifen: Für einzelne Plätze direkt am Spielfeldrand werden bis zu 500.000 Dollar (rund 440.000 Euro) verlangt.
Der Hype um die Knicks kennt derzeit keine Grenzen. Zum ersten Mal seit 1999 stehen die New Yorker wieder in den NBA-Finals. Auf den ersten Titel seit 1973 wartet die Stadt sogar schon seit über einem halben Jahrhundert.
Die Promi-Dichte im Madison Square Garden ist entsprechend riesig. Bei den bisherigen Finalspielen wurden unter anderem Hollywood-Star Timothée Chalamet, Schauspieler Ben Stiller und Regisseur Spike Lee gesichtet. Ganz New York befindet sich im Basketball-Fieber.
Die Begeisterung geht sogar weit über die Arena hinaus. Obwohl die ersten beiden Spiele der Finalserie in San Antonio stattfanden, versammelten sich Tausende Knicks-Fans rund um den Madison Square Garden. Die Feiern liefen aus dem Ruder. Fans kletterten auf Laternen, sprangen auf Imbisswagen und blockierten Straßen. Allein bei der Watchparty zum zweiten Finalspiel wurden 17 Menschen festgenommen, zudem soll ein Polizist angegriffen worden sein.
Die Knicks führen die Finalserie aktuell mit 2:0 an und haben den Titel plötzlich vor Augen. Entsprechend explodiert die Nachfrage nach Tickets.
US-Präsident Donald Trump kommt zum Spiel
Sogar US-Präsident Donald Trump hat sein Kommen angekündigt. Zuletzt war mit Barack Obama 2015 ein Präsident bei einem regulären NBA-Spiel. Bei einer Finalpartie war allerdings noch kein amtierender Präsident dabei.
Auf die Frage nach den extremen Ticketpreisen zeigte er wenig Mitleid mit Fans, die sich den Besuch nicht leisten können. „Man kann es im Fernsehen schauen. So ist das Leben nun mal“, sagte Trump. Wenn eine Mannschaft nicht erfolgreich sei, könne man deutlich günstiger ins Stadion gehen.
Wegen seines Besuchs gelten im Madison Square Garden verschärfte Sicherheitsmaßnahmen. Tausende Polizisten aus New York sowie Hunderte Secret-Service-Agenten sind im Einsatz. Fans müssen deutlich früher anreisen und werden ähnlich streng kontrolliert wie an einem Flughafen. Eine geplante öffentliche Watchparty vor der Arena wurde deshalb sogar abgesagt.
Die Ticketpreise erreichen dabei Dimensionen, die sonst nur die größten Sport-Events der Welt erreichen. Selbst beim Super Bowl 2024 in Las Vegas waren die Karten im Schnitt zwar noch teurer – für ein Basketballspiel wurden aber noch nie solche Summen aufgerufen.