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Männer mit Werkzeug am Dresdner Zwinger: Security verhindert Einbruch

Männer mit Werkzeug am Dresdner Zwinger: Security verhindert Einbruch
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Dresden – Wollten Kriminelle nach dem Juwelen-Raub der Remmos schon wieder einen Millionen-Coup im Dresdner Zwinger durchziehen? Zwei unbekannte Männer sind am frühen Dienstagmorgen in den Innenhof des weltberühmten Barockbaus eingedrungen. Nach Einschätzung der Ermittler hatten sie dieses Mal wohl die kostbare Porzellansammlung im Visier.

Wie BILD erfuhr, liefen die Männer kurz nach 6 Uhr durch das Kronentor in den zu diesem Zeitpunkt geöffneten Hof des Zwingers in Dresden. Einer von ihnen hielt einen Hammer in der Hand, sein Begleiter einen silberfarbenen Gegenstand. Der Mann mit dem Hammer rannte demnach über eine Rasenfläche zu einem Baugerüst an der Fassade der Porzellansammlung.

Einbrecher von Security gestört

Doch plötzlich wurden die mutmaßlichen Einbrecher gestört: Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes sprach das Duo an. Daraufhin flüchteten die Männer in unbekannte Richtung.

Staatsanwaltschaft Dresden und Landeskriminalamt Sachsen ermitteln wegen des Verdachts des versuchten Einbruchs. Demnach betraten die Täter zwischen 6.10 und 6.30 Uhr den Innenhof und hatten „wahrscheinlich Einbruchswerkzeug bei sich“, wie es offiziell heißt. Als mögliches Ziel nennen die Behörden ausdrücklich den Bereich der Porzellansammlung. Die Dresdner Polizei und der Sicherheitsdienst der Staatlichen Kunstsammlungen haben ihre Schutzmaßnahmen inzwischen verstärkt.

Verdächtige Aktion schon eine Woche zuvor

Besonders verdächtig: Nach BILD-Informationen sollen bereits etwa eine Woche zuvor drei Männer einen Wachmann gezielt zu den Baumaßnahmen am Zwinger ausgefragt haben. Ob diese Begegnung mit dem mutmaßlichen Einbruchsversuch zusammenhängt, ist bislang ungeklärt. Wegen Bauarbeiten ist die Porzellansammlung voraussichtlich noch bis zum 30. Oktober geschlossen.

Ausländische Dienste warnten vor Diebstahl

Brisant ist der Vorfall auch wegen eines möglichen Zusammenhangs mit Erkenntnissen aus dem Frühjahr. BILD hatte im Februar berichtet, dass ausländische Sicherheitsbehörden vor einem geplanten Zugriff auf die berühmte chinesische Drachenvase und die wertvolle Ru-Schale gewarnt hätten. Zuvor hatte ein Cyberangriff das Museumsnetzwerk lahmgelegt. Die Sicherheitssysteme waren jedoch nicht betroffen.

Schon damals wurden die Sicherheitsvorkehrungen massiv erhöht. Nach BILD-Informationen richteten die Staatlichen Kunstsammlungen einen Krisenstab ein, beim LKA wurde eine Sonderkommission gegründet. Ob die Männer vom Dienstag tatsächlich eines der berühmten Kunstwerke stehlen wollten und ob es eine Verbindung zu den damaligen Warnhinweisen gibt, ist derzeit offen.

Polizei sucht Zeugen

Das LKA sucht Zeugen, die sich am frühen Dienstagmorgen am Zwinger oder in dessen unmittelbarer Umgebung aufgehalten oder etwas beobachtet haben. Hinweise nimmt die Polizei unter 0800/855-2055 sowie über das sächsische Hinweisportal entgegen.

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