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Maischberger: Juso-Chef Türmer gibt Klingbeil und Bas nur befristete Job-Garantie

Maischberger: Juso-Chef Türmer gibt Klingbeil und Bas nur befristete Job-Garantie
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Juso-Chef Philipp Türmer (30, SPD) hat bei Sandra Maischberger (59) den SPD-Chefs Bärbel Bas (58) und Lars Klingbeil (48) nur eine befristete Job-Garantie ausgesprochen: Sie dürfen bleiben, aber erst mal nur bis zu den Landtagswahlen im Osten. Wörtlich sagte der Vorsitzende der SPD-Jugendorganisation: „Man kann ja nicht sagen, dass gerade alles gut läuft in der SPD. Ich stimme auch allen zu, die sagen, die Probleme in der SPD gehen tiefer als irgendwelche Personalfragen. Aber am Ende müssen natürlich schon die Vorsitzenden auch Verantwortung dafür übernehmen, die Probleme zu lösen!“

Dafür nahm Türmer die beiden SPD-Chefs jedoch unterschiedlich streng in Haftung: „Es wurde gesagt, die sind es jetzt seit einem Jahr“, erklärte er, aber „das stimmt für Bärbel Bas. Für Lars Klingbeil stimmt das nicht, er ist jetzt schon seit fünf Jahren im Amt.“

Wahlen im Osten „sehr wichtig“

„Wir müssen uns diesem Problem stellen“, forderte der Juso-Chef dazu mit heftig rudernden Armen, „und da sind auch die Vorsitzenden gefragt. Das finde ich erst mal eine ganz normale Feststellung. Ich möchte aber jetzt vor den doch sehr wichtigen Landtagswahlen im Osten mich nicht weiter an diesen Personalfragen beteiligen. Ich glaube, danach haben wir noch genug Zeit dafür.“

Wirklich? Bereits im März hatte Türmer im „Spiegel“ gegen die SPD-Spitze gewettert: „Die Doppelrolle der Parteivorsitzenden funktioniert überhaupt nicht. Mit diesem Kurs marschieren wir in den Abgrund.“ Und im Juni hatte der Juso-Chef in der „Zeit“ schon einmal gedroht: „Ich erkenne bislang nicht, dass es den Vorsitzenden gelungen ist, das Ruder herumzureißen. Dann ist eine personelle Veränderung natürlich eine Option.“ Maischberger war deshalb jetzt sichtlich verwundert: „Sie zählen die beiden an, vor dem Sommer“, staunte sie, „und nur weil jetzt Wahlen sind, sagen Sie: Ich sag aber jetzt nichts mehr?“

Türmer gibt sich selbst die Antwort

Türmer wollte das plötzlich nicht mehr ganz so dramatisch sehen: „Ich habe sie meiner Ansicht nach nicht angezählt“, wehrte er ab, sondern „ich habe relativ deutlich benannt, was die Probleme sind. Und ich habe auch die Szenarien aufgezeigt, die jetzt auf dem Tisch liegen: Entweder sie kriegen das besser hin als bislang und es geht nach vorne …“

„Oder es gibt eine Art von Revolution“, unterbrach ihn Maischberger. „Das haben Sie alles aufgezählt.“ Da geriet Türmer von der Attacke in die Defensive: „Was wäre die Alternative zu dem, was ich gesagt habe?“, fragte er und gab selbst die Antwort: „Die Alternative wäre: Egal wie es läuft, ich erteile als Juso-Vorsitzender eine Job-Garantie für die Vorsitzenden, völlig leistungslos, wir bewerten das nicht, sondern wir machen auf jeden Fall immer auf Gedeih und Verderb mit denen weiter. Das wäre die Alternative. Das fände ich aber wirklich verrückt, sowas zu behaupten.“ Maischberger dazu auf den Punkt: „Das heißt, Sie haben das nur zurückgestellt. Nach den Landtagswahlen kommt es wieder auf den Tisch.“

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