Es klingt bitter: Die Hauptstadt Berlin scheint künftig unregierbar.
Die Führungsspitze von Wahlsieger Linke konnte die eigene Fraktion nicht überzeugen. Gegen ihren Willen müssen sie jetzt eine Israel-Hasserin in ihren Reihen dulden.
Die SPD in der Hauptstadt zerlegt sich in Lager der Realisten und Sozial-Phantasten.
Die Berliner Grünen steuern – Augen zu und durch – Richtung Linksblock. Als wäre er magnetisch aufgeladen. Egal, was die Bundespolitiker ihnen empfehlen.
Vereinbarungen gegen Antisemitismus werden durch die Linke zum unverbindlichen Altpapier.
Kein Ausweg in Sicht? Eine Koalition von SPD und Grünen mit der CDU hätte nur zwei Stimmen Mehrheit. Theoretisch. In der Praxis wären links geprägte Grüne und Sozis erst gar nicht an Bord. So denken SPDler schon über eine Duldung von Linke und Grünen nach – ohne eigene Regierungsbeteiligung.
Alles zum Scheitern verhandelt. Deutliche Signale für eine kurze Halbwertzeit der neuen Wahlperiode.