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Kommentar: In der Kirche zählt nicht nur die Liebe

Kommentar: In der Kirche zählt nicht nur die Liebe
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Ein Priester ist in Oberursel nach 37 Dienstjahren suspendiert worden, weil er öffentlich gemacht hat, dass er seit Jahren eine Beziehung zu einer Frau unterhält.

Ich weiß nicht, was mich trauriger macht: Dass die katholische Kirche immer noch an einem überholten Relikt namens Zölibat festhält. Oder dass ein Mann jahrelang nicht den Mut fand, sich zu seiner Liebe zu bekennen, weil er offenbar die beruflichen Folgen fürchtete.

In Zeiten, in denen es den Kirchen an Priesternachwuchs mangelt, ist die entscheidende Frage längst NICHT mehr, ob man nur als ungebundener Mann sein Leben Gott und der Gemeinde widmen kann.

Sondern, dass man mit genügend Personal die Menschen noch erreicht.

Der Zölibat gehört in die Mottenkiste. Dem Priester und seiner Frau wünsche ich, dass sie das ungelebte Leben nachholen können.

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