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Klinsmann über DFB-Stars: „Sie waren zu weich, nicht fähig, zu leiden“

Klinsmann über DFB-Stars: „Sie waren zu weich, nicht fähig, zu leiden“
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Wenn heute Abend das große Finale zwischen Spanien und Argentinien steigt, sind die deutschen Spieler schon seit fast drei Wochen im Urlaub ... Mehr als 80.000 Fans werden im spektakulären New-York-New-Jersey-Stadion in East Rutherford sein, wenn um 21 Uhr (live im ZDF, bei MagentaTV und im Ticker von BILD) das WM-Endspiel angepfiffen wird. Der Höhepunkt. Und der Schlusspunkt.

Für den früheren Bundestrainer Jürgen Klinsmann (61) gibt es keinen großen Favoriten. Im Interview mit Sky beschreibt er die Finalisten: „Auf der einen Seite Argentinien, das sich Runde für Runde durchgerungen und die Spiele auf dramatische Art und Weise gedreht hat. Und auf der anderen Seite Spanien, das auf einer konstanten Welle geritten ist durch das Turnier.“

Klinsi ist von der bedingungslosen Gangart der Argentinier beeindruckt – und sagt, dass genau diese Härte, Kompromisslosigkeit und Leidenschaft manchen europäischen Mannschaften und insbesondere der deutschen bei der WM gefehlt habe: „Sie waren zu weich, sie waren nicht fähig, zu leiden oder auch mal die Ellbogen auszufahren und sich Respekt zu verschaffen. Die Physis ist im Weltfußball aber immer noch ein Thema. Was die Argentinier der ganzen Welt vorgemacht haben bei diesem Turnier, ist einfach: Vielleicht sind wir nicht die beste Mannschaft, aber wir sind bereit, bis an die Grenzen und darüber hinaus zu gehen und Spiele in den letzten Minuten zu entscheiden. Das konnten wir eigentlich bis vor 20, 30, 40 Jahren noch als Deutschland. Wir haben immer in den letzten Minuten irgendwie einen Weg gefunden, ein Tor zu machen.“

Die DFB-Auswahl hatte sich bereits beim verlorenen Gruppenspiel gegen Ecuador (1:2) den Vorwurf gefallen lassen müssen, gegen die Härte der Südamerikaner kein Mittel gefunden zu haben. Im Sechzehntelfinale war dann gegen eine spielerisch schwache, aber körperlich ähnlich robuste Mannschaft aus Paraguay im Elfmeterschießen Endstation.

Argentinien dagegen ist für Klinsi aktuell das „Paradebeispiel im Weltfußball“, wenn es darum geht, „den Gegner mürbe zu machen“. Er erklärt: „Sie teilen aus, sie hauen dazwischen und schüchtern den Gegner ein. Und einen verteidigen sie natürlich unfassbar: Sobald einer auf Messi losgeht, siehst du sofort zehn andere herbeirennen. Diese Härte, die absolut an der Grenze ist, die tragen sie mit rein ins Spiel. Dem waren einige Europäer nicht gewachsen. Die haben dann Muffe. Wenn man das gesamte Turnier betrachtet, hat man gesehen, dass einige große europäische Nationen zu weich waren.“ Auch Deutschland.

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