Hauptnachrichten

High in den Highlands: Bergretter tragen bekifften Hund ins Tal

High in den Highlands: Bergretter tragen bekifften Hund ins Tal
TTS-Player überspringenArtikel weiterlesen

Fort William (Schottland) – Kleiner Kiffer statt kleiner Kläffer! Ein völlig zugedröhnter Labrador sorgte am höchsten Berg Großbritanniens für einen skurrilen Rettungseinsatz. Der Hund war so high, dass 14 Bergretter ihn auf einer Trage sicher ins Tal bringen mussten. Der Verdacht: Der Hund soll zuvor Cannabis gefressen haben. Und war danach nicht mehr in der Lage, weiterzulaufen.

Christina Bluhme aus Esher (England) war mit ihrer Hündin Tokyo auf dem Weg zum Gipfel des Ben Nevis (1345 Meter) in den schottischen Highlands, als das Tier plötzlich die Kontrolle über seine Beine verlor. Immer wieder wurde der Labrador bewusstlos, berichten lokale Medien. Die Besitzerin wusste nicht, was los war, und geriet in Panik.

27 Kilo schwerer Hund vom Ben Nevis getragen

„Tokyo verlor schnell die Kontrolle über ihre Beine“, sagte Bluhme. „Ich dachte wirklich, ich würde sie verlieren.“ Ohne die Hilfe der Bergretter von Lochaber Mountain Rescue Teams hätte sie ihren Liebling niemals sicher ins Tal gebracht, ist sich Bluhme sicher. Schließlich wiegt der Hund mit 25 Kilo zu viel, um ihn alleine über eine längere Strecke zu tragen.

Die Rettungsaktion war aufwendig: 14 Helfer schleppten die erschöpfte Hündin auf einer Trage vom Berg. Erst in der Tierklinik in Fort William wurde der Grund für ihren schlechten Zustand diagnostiziert: Tokyo hatte wahrscheinlich auf dem Wanderweg weggeworfenes Cannabis gefunden und verputzt. Die Wirkung hielt nach der Rettung noch einige Stunden an, am nächsten Tag war sie zum Glück wieder fit.

Warnung an andere Hundebesitzer

Bluhme warnt andere Hundebesitzer: Achtet auf weggeworfene Medikamente und Giftstoffe am Wegesrand. Auch ein Sprecher der Bergretter bestätigte den Verdacht: „Tokyo hat etwas eingenommen, das sie lebensbedrohlich krank gemacht hat.“

Schon der zweite Hunde-Einsatz am Ben Nevis

Es war nicht der erste ungewöhnliche Hunde-Einsatz am Ben Nevis: 2022 musste das Team bereits Maggie retten, eine 35 Kilo schwere türkische Akbash-Hündin. Sie hatte wunde Pfoten von der Bergwanderung und weigerte sich, weiterzugehen. Ein Hilfstrupp lockte sie mit knusprigen Hähnchensticks sicher ins Tal.

Vielleicht verpasst