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Hammer-Gegner im Hofbräuhaus? Handball-Boss schwänzt WM-Auslosung

Hammer-Gegner im Hofbräuhaus? Handball-Boss schwänzt WM-Auslosung
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München wird am Donnerstag zum Nabel der Handball-Welt! Im traditionsreichen Hofbräuhaus werden die acht Vierer-Gruppen für die Heim-WM 2027 (13. bis 31. Januar) ausgelost. 20 Jahre nach dem deutschen Wintermärchen von 2007 startet damit offiziell die Mission Titel-Coup vor eigenem Publikum. Nur einer scheint sich dafür nicht wirklich zu interessieren, den es eigentlich brennend interessieren sollte …

Brisant: Nach BILD-Informationen wird ausgerechnet IHF-Präsident Hassan Moustafa (81) bei der Auslosung fehlen. Das wurde auf BILD-Nachfrage vom Deutschen Handballbund (DHB) bestätigt. Der Boss des Weltverbandes hat seine Reise nach München wegen anderer Termine abgesagt. Ein kurioses Signal! Man stelle sich vor, Fifa-Präsident Gianni Infantino (55) würde einer WM-Auslosung, dem öffentlichkeitswirksamen Höhepunkt eines Verbands, fernbleiben – kaum vorstellbar.

Handball-Boss Moustafa schwänzt WM-Auslosung!

Dabei könnte es bei der Ziehung richtig krachen. Deutschland ist als Gruppenkopf gesetzt, dazu Italien, Kroatien, Frankreich, Schweden, Portugal, Dänemark und Island. Ausschlusskriterien gibt es nicht. Damit sind echte Hammer-Gruppen möglich. So könnte die DHB-Auswahl beispielsweise auf Spanien, Polen und Katar treffen. Austragungsorte sind München, Stuttgart, Kiel, Magdeburg, Hannover und Köln. Das Eröffnungsspiel steigt in München, das Finale in Köln. Auch der weitere Turnierverlauf hat es in sich: Läuft alles nach Plan, würde Deutschland im Viertelfinale auf Schweden oder Portugal treffen. Im Halbfinale könnten Kroatien, Frankreich oder Island warten. Immerhin: Top-Favorit Dänemark (Olympiasieger, Welt- und Europameister) wäre erst im Finale ein möglicher Gegner.

Zurück zu Moustafa: Die Absage des IHF-Präsidenten kommt nicht ganz überraschend. Ist Moustafa noch sauer auf den DHB? Rückblick: Der Deutsche Handballbund hatte bei der IHF-Präsidentschaftswahl im vergangenen Dezember mit Dr. Gerd Butzeck (66) einen Gegenkandidaten ins Rennen geschickt. Sehr zum Missfallen von Moustafa, der die Wahl in Kairo dennoch gewann. Der Ägypter erhielt bereits im ersten Wahlgang 129 Stimmen (73,3 Prozent), Butzeck nur 20 Stimmen. Danach übte der DHB deutliche Kritik am Wahlprozess. Präsident Andreas Michelmann sprach von einem „nicht fairen Verfahren“ und einer „Farce“. Dass die damaligen Verstimmungen bei Moustafas München-Absage eine Rolle spielen, gilt als wahrscheinlich. Fest steht: Die Auslosung steigt ohne den mächtigsten Mann des Welthandballs. Für den deutschen Handball könnte sie trotzdem schmerzhaft werden.

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