Politik

Haley Stevens: Hoffnung für Trump! Demokratin unterstützt plötzlich Republikaner

Haley Stevens: Hoffnung für Trump! Demokratin unterstützt plötzlich Republikaner
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Washington (USA) – Bei den US-Demokraten fliegen kurz vor den Midterms die Fetzen. Und der Gewinner des Zoffs könnte ausgerechnet US-Präsident Donald Trump (80) sein! Grund: Eine prominente Demokratin aus Michigan, einem der am meisten umkämpften US‑Bundesstaaten, unterstützt plötzlich den republikanischen Rivalen für den Senat. Das sorgt für Wirbel. Denn: Verlieren die Demokraten ihren Sitz, wird es für sie deutlich schwieriger, die Mehrheit im nur 100 Mitglieder starken US-Senat zu erobern.

Entzündet hat sich der Zoff nur wenige Tage vor den US-Kongresswahlen an der Demokratin Haley Stevens (43). Sie weigert sich, ihren Parteifreund Abdul El-Sayed (42) zu unterstützen und schlug sich stattdessen auf die Seite ihres republikanischen Gegners Mike Rogers (63). Der frühere FBI-Agent saß 14 Jahre im US-Repräsentantenhaus und leitete dort den Geheimdienstausschuss.

„Verabscheuungswürdiger Verrat“

Stevens ist El-Sayeds frühere Rivalin. Sie wollte selbst für die Demokraten um den Senatssitz kämpfen, unterlag bei der parteiinternen Vorwahl im Sommer aber knapp. Nun stellt sie sich offen gegen El-Sayed. Die Demokratin wirft ihrem Parteikollegen vor, mit seinem Wahlkampf „Hass“ zu schüren. In einem Video auf X erklärte sie, er habe deutlich gemacht, dass sie in seiner Kampagne nicht länger willkommen sei: „Und er hat recht, weshalb ich Mike Rogers für den US-Senat unterstütze.“

Der Streit hat auch ideologische Hintergründe: Stevens gehört zum gemäßigten, pro-israelischen Flügel der Demokraten. El-Sayed steht deutlich weiter links und lehnt amerikanische Militärhilfe für Israel ab. Stevens’ Wechsel auf die Seite der Republikaner löste in der Partei Empörung aus. Senatsführer Chuck Schumer (75) sprach sogar von einem „verabscheuungswürdigen Verrat“.

Trump bezeichnete El-Sayed als „Dschihadist“

Der Zoff könnte Trump in die Hände spielen. Gewinnt Rogers den bislang demokratisch gehaltenen Sitz im Senat, müssten die Demokraten diesen Verlust anderswo ausgleichen, um die Mehrheit in der Kammer zu erobern. Trump selbst greift El-Sayed massiv an und hat ihn unter anderem als „Dschihadisten“ bezeichnet.

In den Umfragen hat El-Sayed weiter die Nase vorn. Im Schnitt liegt er rund fünf Prozentpunkte vor Rogers. Zudem haben mehr als 2,17 Millionen Menschen in Michigan bereits durch Briefwahl ihre Stimme abgegeben. Gewinnt der Republikaner trotzdem, könnte der Demokraten-Zoff Trump am Ende die Macht im Senat sichern.

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