Oberding (Bayern) – Dieses unscharfe Schwarz-Weiß-Bild sorgt jetzt für Aufregung! Ein Jäger entdeckte in der Nacht mit seinem Nachtsichtgerät eine auffällige Großkatze in einem Waldgebiet bei Oberding nahe des Münchner Flughafens. Die Aufnahmen landeten anschließend bei Experten. Deren Einschätzung: Es könnte sich um einen Puma handeln.
Seitdem herrscht Ausnahmezustand in der Region. Polizei und Behörden fahnden seit Mittwoch im rund 140 Hektar großen Naturschutzgebiet Notzingermoos nach dem mysteriösen Tier. Hubschrauber kreisen über dem dichten Wald, Drohnen suchen aus der Luft nach Hinweisen, während Einsatzkräfte im Streifenwagen am Boden das Gebiet nach Spuren der mutmaßlichen Raubkatze absuchen. Vor allem die Nacht könnte für weitere Hinweise entscheidend sein.
Das Video, das Puma-Alarm auslöste
Für einen Jäger sollte es ein ganz normaler Abend im Revier werden. Doch plötzlich traute er seinen Augen kaum: Vor ihm tauchte eine große katzenähnliche Gestalt auf. Der Mann alarmierte sofort die Polizei. Als die Beamten im Wald eintrafen, beobachteten sie das Tier nach BILD-Informationen gemeinsam mit dem Waidmann. In diesen Minuten entstanden auch die 51 Sekunden langen Aufnahmen, die jetzt den Puma-Alarm in Bayern ausgelöst haben.
Das teils stark verwackelte Video zeigt, wie das Tier immer wieder umherstreift, sich die Pfote leckt und aufmerksam in den Wald blickt. Dann verschwindet es mit vorsichtigen Schritten nach rechts im Dickicht. Besonders auffällig: der lange und kräftige Schwanz, der eher an eine Großkatze als an eine gewöhnliche Hauskatze erinnert.
Spurensuche zur Herkunft läuft
Woher das Tier stammen könnte, ist laut dem Landratsamt derzeit offen. Unklar ist, ob es sich um einen entlaufenen Puma aus privater Haltung handelt oder ob eine andere Erklärung hinter der mysteriösen Sichtung steckt. Hinweise auf einen Zirkus in der Region gibt es nicht.
„Spaziergänger sollten Gebiet meiden“
Besonders in den Abend- und Nachtstunden ist Vorsicht geboten. Pumas sind vor allem nach Einbruch der Dunkelheit aktiv und legen auf ihren Streifzügen oft mehrere Kilometer zurück. Kreisjägermeister Thomas Schreder rät deshalb, das betroffene Waldgebiet vorerst zu meiden. Für die Suchtrupps ist laut einem Polizeisprecher bei Dunkelheit zwar Schluss, die Fahndung läuft dennoch weiter: Mit etwa Wärmebildkameras überwachen die Einsatzkräfte nach BILD‑Informationen das Gebiet und hoffen auf neue Sichtungen oder bessere Aufnahmen des rätselhaften Tieres.
Die Warnung der Behörden ist klar: Das Suchgebiet sollte vorerst gemieden werden, Hunde gehören an die Leine. Wer das verdächtige Tier sieht oder ungewöhnliche Beobachtungen macht, soll sofort den Notruf 110 wählen.