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Greift Putin für Trump in die Midterms in den USA ein? US-Wahlen im Visier

Greift Putin für Trump in die Midterms in den USA ein? US-Wahlen im Visier
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Washington – Russische Propagandisten versuchen offenbar, die US-Zwischenwahlen am 3. November zu beeinflussen. Die Midterms könnten für die Partei von US-Präsident Donald Trump (80) mit einer Denkzettel-Niederlage enden! Es gibt konkrete Hinweise auf eine gezielte Desinformationskampagne Moskaus: So tauchte ein gefälschtes Video mit Missbrauchsvorwürfen gegen den demokratischen Hoffnungsträger in Texas, James Talarico (37), auf.

Der will im Duell mit dem Republikaner Ken Paxton (63) die Sensation schaffen. Talarico wäre der erste demokratische US-Senator aus Texas seit 33 Jahren. In dem KI-generierten Clip stellt sich ein Mann als Zyon Lewis vor und behauptet, Talarico habe ihn als Kind missbraucht. Offenbar nutzte der Ersteller des Clips Aufnahmen einer echten Person! Der echte Lewis meldete sich jedoch rasch zu Wort und dementierte. Der Fake-Skandal wurde dem russlandnahen Einflussnetzwerk „Storm-1516“ zugeordnet. Die Beiträge erzielten innerhalb von 24 Stunden rund 850.000 Aufrufe.

Erfundene Skandale, Fake-Videos gegen Demokraten

Es drängt sich die Frage auf: Will Kreml-Herrscher Wladimir Putin (74) Trump in der Wahlschlacht mit Fake-Videos und erfundenen Skandalen aktiv unter die Arme greifen? Dass Russland ausländische Wahlen beeinflusst, ist seit Jahren dokumentiert. Bei den jetzigen Midterms gibt es mehrere Verdachtsfälle: Auch in Georgia wurde etwa der besonders Trump-kritische demokratische Senator Jon Ossoff (39) zum Ziel digitaler Lügenkampagnen.

Bereits im September hatte das russlandnahe „Matryoshka“-Netzwerk gefälschte Videos im Stil von CNN-Berichten über Talarico und Ossoff verbreitet, so Desinformationsexperten. Die russischen Einflussoperationen richten sich häufig gegen Demokraten, teils mit Hashtags wie #AllDemocratsAreCriminals („Alle Demokraten sind Kriminelle“). Doch auch Republikaner geraten ins Visier – besonders, wenn sie die Ukraine unterstützen.

Im US-Kongress schrillen die Alarmglocken! Am 21. Oktober fand in Washington ein geheimes Briefing über Erkenntnisse der Nachrichtendienste statt. Senator Mark Warner (71) erklärte, das Muster der Manipulationsversuche ähnele jenem aus den Präsidentschaftswahljahren 2016, 2020 und 2024. Laut der „New York Times“ soll der Kreml die Einflussoperationen autorisiert haben.

Trump spricht vom großen „Russland-Scherz“

Es gibt allerdings keine Hinweise darauf, dass russische Hacker Wahlmaschinen oder Stimmenauszählungen manipuliert hätten. Und wie bei früheren Debatten über russische Einflussnahme sind weder eine persönliche Anordnung durch Putin noch eine Koordination mit der Republikanischen Partei oder gar dem Weißen Haus belegt. Und Trump? Der wischt solche Verdächtigungen regelmäßig mit seiner Schmähfloskel vom angeblichen „Russland-Scherz“ vom Tisch.

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