München – Der FC Bayern steht unter Schock! Chef-Coach Vincent Kompany (40) brach am Freitagnachmittag auf einem Trainingsplatz an der Säbener Straße zusammen. Notarzt-Einsatz am Trainingsgelände, sogar ein Helikopter wurde gerufen. Am Ende wurde der Belgier mit einem Rettungswagen in ein Münchner Krankenhaus gefahren. Am Freitagabend erfuhr BILD, dass der Zustand des Double-Trainers stabil ist. Aber wie passierte der Zusammenbruch überhaupt?
BILD erfuhr neue Details: Ab 14 Uhr trainierten die Profis des deutschen Rekordmeisters, wie immer hinter dem neuen XXL-Sichtschutz. Kompany war trotz seiner Virus-Infektion der vergangenen Tage mit dabei bei der Vorbereitung auf den nächsten Gegner in der Bundesliga. Zum Topspiel am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) geht es nach Freiburg. Die Anweisungen in der Einheit hinter den blickdichten Planen gab hauptsächlich sein Co-Trainer Aaron Danks (43). Von Kompany waren keine lauten Kommandos über das Trainingsgelände zu hören.
Kompany brach neben Dante zusammen
Nachdem die Einheit der Stars beendet war, legte ab 15.30 Uhr die U23 des FC Bayern auf einem Nebenplatz mit ihrem Abschlusstraining für das mittlerweile abgesagte Regionalliga-Heimspiel gegen die DJK Vilzing los. Kompany war dabei, stand am Nebenplatz beim neuen Bayern-II-Coach Dante (43). Nach 20 Minuten brach er dort am Spielfeldrand zusammen.
Nach BILD-Informationen waren die meisten Profis bereits in der Kabine, bekamen das Unglück nicht hautnah mit. Aber die anwesenden Spieler, Trainer und Betreuer der zweiten Mannschaft erlebten dramatische Szenen. Sie sollen im Anschluss total mitgenommen gewesen sein. Wegen des Schock-Zustands des Amateur-Teams und des sofort nach dem Vorfall abgebrochenen Abschlusstrainings einigten sich die Bayern mit Vilzing auf eine Verlegung der Regionalliga-Partie. Zu der Zeit war Kompany bereits zur Behandlung in der Klinik.
Eberl: „Gesundheit von Vincent hat höchste Priorität!“
In einer Vereinsmitteilung sagte Sportvorstand Max Eberl (53): „Die Gesundheit von Vincent Kompany hat für uns höchste Priorität. Wir werden beim FC Bayern alles tun, damit er sich schnell erholt. Vinnie erhält alle notwendige medizinische Betreuung und Unterstützung und alle Zeit, die er benötigt. Sein Trainerteam, dem wir voll und ganz vertrauen, übernimmt seine Aufgaben. Wir alle beim FC Bayern wünschen Vinnie eine schnelle Genesung.“
Kompany war in den vergangenen Tagen von einer Virus-Infektion geschwächt gewesen. Beim 6:1 gegen Leipzig am vergangenen Samstag hatte der Trainer zwar die Ansprache an die Mannschaft gehalten, musste sich aber sowohl in der Halbzeit als auch nach dem Sieg jeweils kurz in seiner Trainer-Kabine in der Allianz Arena auf das Sofa legen. Die Interviews nach dem Spiel überließ er den Sport-Chefs Eberl und Christoph Freund (49).
Am Montag wurde Kompany noch intensiv untersucht
Die Infektion in Kompanys Körper soll auch für Hüftprobleme gesorgt haben. Deswegen konnte er nicht lange stehen und hatte Beschwerden beim Treppensteigen. Insgesamt warf seine Erkrankung aber Rätsel auf. Am Montag wurde Kompany deswegen nach BILD-Informationen von den Ärzten um Team-Internist Prof. Dr. Roland Schmidt noch mal ausführlich und intensiv untersucht. Am Dienstag konnte er weder das Abschlusstraining vor dem Arsenal-Spiel leiten noch die Pressekonferenz abhalten. Er wurde von Co-Trainer Danks vertreten.
Beim 2:2 gegen den englischen Meister dirigierte Kompany am Mittwochabend wieder an der Seitenlinie. In der 3. Minute des Champions-League-Spiels bekam er vom Team-Internisten eine Tablette gereicht. Nach dem Unentschieden sagte der Belgier auf der Pressekonferenz auf BILD-Nachfrage: „Als Trainer will man immer alles tun und alles machen. Ich habe einen ziemlich saftigen Virus bekommen letzte Woche, habe dann natürlich nicht auf meinen Körper gehört und dann hat der Körper irgendwann gesagt: Jetzt hör mal auf!“ Knapp 40 Stunden nach diesen Worten brach Kompany an der Säbener Straße zusammen!