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Geschworene glaubten dem Hollywood-Star nicht: Schuldspruch im Vergewaltigungs-Prozess gegen Russell Brand

Geschworene glaubten dem Hollywood-Star nicht: Schuldspruch im Vergewaltigungs-Prozess gegen Russell Brand
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London (England) – Vom gefeierten Hollywood-Star zum verurteilten Sexualstraftäter! Der britische Komiker Russell Brand (51) ist wegen Vergewaltigung und sexueller Übergriffe schuldig gesprochen worden. Vor Gericht kamen erschütternde Details über sein früheres Sexleben ans Licht.

Die Geschworenen am Londoner Southwark Crown Court befanden den einstigen Frauenhelden in drei von sieben Anklagepunkten für schuldig – darunter eine Vergewaltigung und zwei sexuelle Übergriffe. In den weiteren Anklagepunkten wurde er freigesprochen. Die Verkündung seiner Strafe steht aber noch aus. Laut „Sun“ ist sie für kommenden Montag (9. November) vorgesehen. Bis dahin bleibt Brand in Untersuchungshaft.

Die Taten stammen aus einer Zeit, in der Brand zu den aufstrebenden Stars der britischen Unterhaltungsbranche gehörte. Zwischen 1999 und 2009 machte er sich als Moderator und Comedian einen Namen, später folgten Rollen in Hollywood-Filmen. Doch hinter dem schrillen Auftreten des Stars soll sich eine ganz andere Seite verborgen haben.

Russell Brand wollte mit 5000 Frauen schlafen

Im Prozess zeichnete die Staatsanwaltschaft das Bild eines Mannes, der seine wachsende Berühmtheit ausnutzte, um Frauen für sich zu gewinnen. Brand habe einen geradezu unersättlichen sexuellen Appetit gehabt und das Ziel verfolgt, mit 5000 Frauen zu schlafen. Staatsanwältin Riel Karmy-Jones bezeichnete ihn als „skrupellos, berechnend und manipulativ“. Er habe sich wie ein Kind verhalten, das erwarte, dass jeder seiner Wünsche erfüllt werde.

„Plötzlich war er wie ein Monster“

Eine Frau schilderte vor Gericht, wie sie Brand 1999 nach einem Auftritt am Rande eines Labour-Parteitags in Bournemouth kennengelernt hatte. Zunächst sei er freundlich und feminin aufgetreten. Doch in einem Hotelzimmer habe sich sein Verhalten plötzlich verändert. „Er war wie ein Monster“, beschrieb sie den Comedian. Brand habe sie gezwungen, Fotos von ihm zu machen. Auf den später von der Polizei veröffentlichten Bildern ist der junge Star mit nacktem Oberkörper zu sehen. Anschließend habe Brand sie auf ein Bett gedrückt, ihr die Hose ausgezogen und sie vergewaltigt. „Ich erinnere mich, dass ich dachte: Worauf habe ich mich da nur eingelassen?“, schilderte sie ihre damaligen Gefühle.

Auch andere Frauen erhoben schwere Vorwürfe gegen den früheren TV-Star. Besonders verstörend fiel die Aussage einer Frau aus, die Brand 2009 nach einer Show im Londoner Hammersmith Apollo kennengelernt hatte. Nach einem ersten intimen Kontakt besuchte sie den Star am folgenden Tag in seiner Villa im Londoner Stadtteil Hampstead.

Dort habe Brand zunächst bemängelt, dass ihre Haare seltsam riechen würden. Anschließend soll er verlangt haben, dass sie dusche und sich die Haare wasche – während er sie durch die Glaswand beobachtete. Im Schlafzimmer hätten beide zunächst einvernehmlichen Sex gehabt. Danach soll Brand die Frau jedoch vergewaltigt haben. Sie habe sich wie ein „Stück Fleisch“ gefühlt, berichtete sie vor Gericht.

Russell Brand bestritt die Vorwürfe

Der Komiker selbst hatte während des Prozesses sämtliche Anschuldigungen zurückgewiesen. Zwar gab er zu, früher geradezu „besessen von Sex“ gewesen zu sein. Er habe seine Berühmtheit ausgenutzt, um Frauen kennenzulernen. Rückblickend bezeichnete er sein damaliges Verhalten als „verantwortungslos und idiotisch“. Doch er bestritt, jemals eine Frau zu sexuellen Handlungen gezwungen zu haben. Die Geschworenen glaubten seiner Verteidigung aber nicht in allen Punkten.

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