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Fake Kandidat, Lügen, Klagen: Skandale überschatten Trumps Midterms

Fake Kandidat, Lügen, Klagen: Skandale überschatten Trumps Midterms
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Washington – Hitziges Finale im Wahlkampf um die US-Zwischenwahlen („Midterms“): Die Sprache wird aggressiver, die Warnungen vor Wahlsiegen der Gegenseite schriller – und die Liste handfester Skandale länger. Die USA haben das Wahlfieber gepackt: Die Demokraten wollen den Kongress zurückerobern, die Macht von Donald Trump (80) beschneiden und Korruptionsvorwürfe untersuchen. Trump selbst redet sich beim finalen Wahlkampfmarathon heiser: Der US-Präsident klammert sich an die Hoffnung, dass Meinungsforscher seine Partei unterschätzen – wie schon mehrfach zuvor.

Immer mehr Skandale überschatten die Wahlduelle

Hoffnung für Trump gibt es jetzt auch durch einen Skandal in Alaska: Dort landete ein Kandidat auf dem Wahlzettel – mit demselben Namen wie der republikanische Senator Dan Sullivan (61). Offenbar kein Zufall: Im Umfeld der Demokraten soll gezielt nach einem Namensvetter gesucht worden sein. Gefunden wurde Daniel J. Sullivan Jr., ein parteiloser Ex-Lehrer aus einer Kleinstadt. Wähler sollten offenbar bewusst verwirrt werden, so die „New York Times“.

Trump kam die Wahlkampfmunition gelegen: Er verlangte strafrechtliche Ermittlungen zur Rolle der demokratischen Senatskandidatin Mary Peltola (53) bei diesem „Doppelgänger-Trick“. Auch Gouverneur Mike Dunleavy (65) kündigte Untersuchungen an. Trumps Justizministerium klagte zudem bereits, um das Wahlergebnis nicht anerkennen zu lassen – außer Sullivan gewinnt ...

Ohio: Mutter lügt in TV-Spot über vergewaltigte Tochter

In Ohio steht Trump-Vertrauter Vivek Ramaswamy (41) unter Druck. Der Gouverneurskandidat lässt einen Werbespot gegen seine Rivalin Amy Acton (60) ausstrahlen. Darin bezeichnet Actons eigene Mutter Donna Arthur ihre Tochter als „lebenslange Lügnerin“. Besonders brisant: Acton hat seit fast 50 Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter. Der Grund: Nach eigenen Angaben wurde sie als Zwölfjährige von ihrem Stiefvater sexuell missbraucht. Ihre Mutter habe damals nicht zu ihr gehalten.

Die Vier-Millionen-Dollar-Schmutzkampagne löste Empörung aus, auch unter Republikanern. Trump hingegen verteidigte Ramaswamy: Warnungen der leiblichen Mutter müsse man ernst nehmen, fand er.

Wie viele Ausländer sind auf Wählerlisten?

Auch in Kalifornien gibt es Streit um die Wahl. Das US-Heimatschutzministerium behauptet, dass rund 20.000 Menschen auf den Wählerlisten stehen, die möglicherweise keine US-Staatsbürger sind und deshalb nicht wählen dürfen. Die Trump-Regierung fordert, ihre Stimmen erst nach einer Überprüfung zu zählen. Kaliforniens Behörden widersprechen: Bisher seien nur 28 Menschen angeklagt worden. Die Zahl von 20.000 sei stark übertrieben.

Trump reagierte bereits ominös auf die Frage, ob er die Resultate anerkennen werde: „Nur wenn die Wahlen fair verlaufen“, sagte er.

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