Berlin – Serhat Sisik (262.000 Instagram-Follower), der sich in den sozialen Medien „Aggressionsprobleme“ nennt, ist einer der führenden Köpfe der Israel-Hass-Szene in Berlin. Immer wieder ermittelte die Polizei gegen ihn – und BILD und B.Z. (gehört wie BILD zu Axel Springer) berichteten über ihn. Einen dieser Artikel teilte die FDP-Politikerin und Israel-Aktivistin Karoline Preisler (54) auf X. Jetzt wird wieder ermittelt. Aber diesmal gegen Preisler.
Die B.Z. hatte im Juni 2024 über eine Demonstration am Berliner Alexanderplatz berichtet. Mehrere Israel-Hasser hatten eine Schweigeminute für den Mannheimer Polizisten Rouven L., der durch einen Islamisten ermordet wurde, organisiert. Plötzlicher Sinneswandel bei dem polizeibekannten Israel-Hasser Sisik: Er wollte rote Rosen an die Polizei verteilen. Die lehnte ab. Beamte dürfen auch ohnehin keine Geschenke annehmen.
Preisler teilte den Artikel auf X, schrieb dazu am 4. Juni 2024: „Ehrenpolizei. Serhat Sisik ist ein übler Schreihals. Er verbreitet #Antisemitismus, Frauenhass und stellt permanent das Existenzrecht #Israels zur Debatte. Seine Schlägertruppe ist gefährlich! Viel Liebe für die #Polizei.“
Israel-Hasser fühlt sich in seiner Ehre verletzt
Deshalb hatte Sisik 2024 bereits versucht, zivilrechtlich gegen Preisler vorzugehen. Ohne Erfolg. Jetzt folgte die Anzeige bei der Polizei Berlin. Die leitete prompt Ermittlungen wegen Beleidigung ein. Der Grund: Sisik würde sich „in seiner Ehre verletzt“ sehen. Auf BILD-Anfrage teilt die Berliner Staatsanwaltschaft mit, dass ein Ermittlungsverfahren „aufgrund einer Privatanzeige“ geführt werde.
Preisler will sich dem Verfahren stellen
Karoline Preisler, die bei der Abgeordnetenhauswahl am 20. September für die FDP kandidiert, sagt , sagt zu BILD: „Ich werde mich selbstverständlich diesem Verfahren stellen. Doch es gibt nichts, was ich heute anders formulieren würde. Ich stehe zu 100 Prozent hinter der Berliner Polizei und benenne Probleme in unserem Land. Serhat Sisik ist leider kein unbeschriebenes Blatt. Ich benenne und bekämpfe Missstände. Wenn ich dafür vor Gericht komme, dann stehe ich dort für eine ganze Demokratie, die um Fassung ringt.“