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Ermittlungen gegen Mitarbeiterin von Ministerpräsident Dietmar Woidke?

Ermittlungen gegen Mitarbeiterin von Ministerpräsident Dietmar Woidke?
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Potsdam – Schläge im Umfeld des Ministerpräsidenten? Eine brisante Strafanzeige elektrisiert Brandenburgs Politik: Eine Mitarbeiterin von Dietmar Woidke (64, SPD) soll eine Untergebene heftig auf den Kopf geschlagen haben. Die Staatsanwaltschaft prüft ein Ermittlungsverfahren.

„Uns liegt die Strafanzeige eines Anwalts gegen eine enge Mitarbeiterin des Ministerpräsidenten vor“, erklärte Potsdams Leitender Oberstaatsanwalt Thomas Meyer (63) auf Anfrage. „Wir prüfen die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen Körperverletzung im Amt.“

Der Fall soll laut Anzeige am 14. April in Woidkes Regierungszentrale geschehen sein. Staatsanwältin Marieke Piazolo (30): „Woidkes Mitarbeiterin soll einer Sachbearbeiterin einen großen Poststapel mittig auf den Kopf geschlagen haben.“ Das Opfer habe sich aufgrund lang anhaltender Kopfschmerzen ärztlich untersuchen lassen. Laut „Märkische Oderzeitung“ (MOZ) ist sie seither krankgeschrieben. Eine weitere Mitarbeiterin sei Zeugin des Vorfalls gewesen.

Die Anzeige erging erst sechs Wochen später, am 28. Mai. Warum, will der Anwalt nicht erklären. Glaubt man den Anschuldigungen, soll Woidkes Mitarbeiterin den Vorfall eingeräumt, aber anders dargestellt haben. Piazolo: „Nach Angaben der Anzeigeerstatterin habe die Beschuldigte gesagt, dass es sich nur um eine dünne Mappe gehandelt hat. Es sei nur ein freundschaftlicher Klaps gewesen.“

BILD fragte die Staatskanzlei: Sind „Klapse“ auf den Kopf von Untergebenen in der Regierungszentrale üblich? Wie reagiert sie auf die Strafanzeige und das drohende Ermittlungsverfahren? Wurden die beiden Frauen vom Dienstherrn angehört? Und was sagt Dietmar Woidke dazu?

Regierungssprecherin Ines Filohn versprach Antworten. Doch ein Staatskanzlei-Sprecher bügelte ab: „Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass die Staatskanzlei als Arbeitgeberin aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Auskünfte gibt, die Personalbelange von Beschäftigten tangieren. Dies dient zudem dem Schutz von Persönlichkeitsrechten.“

Der angeblichen Tat soll laut MOZ ein Streit zwischen beiden Frauen vorausgegangen sein: Über die Frage, ob sich Mitarbeiter private Pakete in die Staatskanzlei liefern lassen dürfen. Und diese dann aus Sicherheitsgründen durchleuchtet werden müssen. Dann soll der Schlag gefallen sein.

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