Odense – Dänemark steht erneut unter Schock. Mal wieder zitterte das kleine Land um einen seiner größten Fußballer aller Zeiten. Christian Eriksen (34) brach beim Testspiel gegen die Ukraine am Sonntagabend in der 65. Minute zusammen.
Eriksen fasste sich an die Brust. Er kam ins Uniklinikum in Odense. Dort soll die Ursache des Kollapses untersucht werden. Beim EM-Spiel gegen Finnland 2021 in Kopenhagen hatte der Top-Star einen Herzstillstand erlitten und musste reanimiert werden. Seitdem spielt er mit Defibrillator.
Dänemark-Trainer Riemer fühlt sich „leer“
Das EM-Spiel musste damals auf Drängen der Uefa fortgesetzt werden. Die Dänen unterlagen 0:1. Jetzt gab es keine Fortsetzung der Partie mehr. Dänemarks Nationaltrainer Brian Riemer (47): „Ich übernahm die Führung und suchte das Gespräch mit dem ukrainischen Trainer und dem Schiedsrichter. Ich machte deutlich, dass wir das Spiel nicht fortsetzen wollten. Ich wusste, dass die Erfahrung aus dem Parken-Stadion vor fünf Jahren bei vielen Spielern noch tief saß.“
Riemer ergänzte: „Es lief absolut nach Vorschrift: Wir haben das Spiel abgebrochen. Für uns stand diese Entscheidung schon sehr früh fest. Zudem zeigten der Schiedsrichter und der ukrainische Trainer großen Respekt.“
Riemer war spürbar angefasst. Er fühle sich „leer“, sagte der Nationalcoach gegenüber den Medien und kündigte an, dass er Eriksen im Krankenhaus besuchen werde.
„Ich freue mich darauf, ihn zu sehen. Ich werde jetzt zu ihm fahren, sobald ich die Gelegenheit dazu habe. Ich möchte ihn sehen und mit ihm sprechen“, erklärte Riemer.
Über den Wolfsburg-Profi sagte Riemer: „Christian ist ein Mann, der mir sehr viel bedeutet. Es gibt Spieler, zu denen man eine engere Bindung aufbaut als zu anderen. Und er ist einer von denen, die mir besonders nahestanden – gerade auch aufgrund der Erfahrung, die er mitbrachte. Ich habe das Gefühl, eine wirklich gute Beziehung zu ihm zu haben und ihn sehr gut zu kennen.“