Hauptnachrichten

Serie von Überfällen: Polizei warnt vor Räuber mit der Skibrille

Serie von Überfällen: Polizei warnt vor Räuber mit der Skibrille
TTS-Player überspringenArtikel weiterlesen

Warendorf (NRW) – Er ist gefährlich und entkommt immer wieder: Die Polizei in Westfalen fahndet nach einem bewaffneten Serienräuber. Er soll in nur zwei Wochen sechs Tankstellen überfallen haben. Sein besonderes Kennzeichen: eine Vorliebe für Gefrierbeutel.

Nach Erkenntnissen der Polizei beging der Verbrecher seit dem 15. Juli Raubüberfälle in Oelde, Beelen, Hövelhof, Rietberg, Harsewinkel und Rheda-Wiedenbrück. Ein Gebiet mit einem Radius von etwa 40 Kilometern zwischen dem Münsterland und den Kreisen Gütersloh und Paderborn (Nordrhein-Westfalen). Immer wurde er von Überwachungskameras gefilmt. Mit den Aufnahmen wird jetzt öffentlich nach dem Mann gefahndet.

Der erste Überfall scheiterte

Die Serie begann am 15. Juli in Oelde. Der Räuber betrat um 22.02 Uhr die Tankstelle, sagte: „Gib die Kohle her!“ Leonie Lagrange von der Polizei Warendorf: „Da sich zu diesem Zeitpunkt kein Bargeld mehr in der Kasse befand, flüchtete der Tatverdächtige zu Fuß vom Gelände der Tankstelle.“

Trotz des Misserfolgs machte der Räuber weiter: Am 17. Juli plünderte er in Beelen vor den Augen einer Angestellten die Kasse. In Hövelhof sagte er am 19. Juli zu einem Mitarbeiter: „Keine Sorge, ich tue dir nichts, solange du mir das Geld gibst.“ Doch als der Mann die Kasse nicht sofort aufbekam, schlug der Räuber mit der Schusswaffe zu und verletzte ihn.

Am 23. Juli tauchte der Maskierte in Rietberg auf, bedrohte eine Mitarbeiterin und nahm selbst das Geld aus der Kasse. Am 26. Juli raubte er gleich zwei Tankstellen aus: erst in Harsewinkel, dann in Rheda-Wiedenbrück.

Räuber steht auf auffällige Hoodies und Klarsichtbeutel

Der Serientäter ist etwa 1,70 bis 1,75 Meter groß, schlank, hat dunkle Locken, einen dunklen Teint, spricht Deutsch mit Akzent. Er hat eine Vorliebe für auffällig bedruckte Kapuzenpullover, trug immer dunkle Hosen und weiße Sneaker. Maskiert war er mit Ski- oder Sonnenbrille, Sturmhaube, Schal oder ins Gesicht gezogenen Mützen. Und er steht offenbar auf Gefrierbeutel: Mehrere Opfer berichteten der Polizei, dass er seine Beute in die durchsichtigen Tüten stopfte.

Die Polizei warnt: „Da der Gesuchte möglicherweise bewaffnet ist, verständigen Sie auf jeden Fall die Polizei und sprechen Sie den Tatverdächtigen nicht an! In dringenden Fällen wählen Sie den Notruf 110.“ Wer Hinweise zu dem Verdächtigen geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizei Warendorf unter 02522-91 50 zu melden.

Vielleicht verpasst