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Champions League: Frecher Wahlkampf von Reals Boss-Kandidat vorm Finale

Champions League: Frecher Wahlkampf von Reals Boss-Kandidat vorm Finale
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Ungewöhnlicher Vorgang vor dem Champions-League-Finale heute Abend (18 Uhr, ZDF/DAZN und im BILD-Liveticker) in Budapest! Rund um die Puskas Arena fahren plötzlich beklebte Reisebusse. Darauf wirbt Real Madrids neuer Präsidentschaftskandidat Enrique Riquelme (37) mit der frechen Ansage: „Enjoy tonight. We’ll be back.“ („Genießt heute Abend. Wir werden zurückkommen“).

Champions-League-Rekordsieger Real hat es nach dem letzten Titel 2024 (2:0 im Finale gegen Dortmund) zum zweiten Mal hintereinander nicht ins Finale der Königsklasse geschafft. Außerdem verpassten die Königlichen die spanische Meisterschaft deutlich, für Weltklub Real schon eine Krise. Nicht nur sportlich. Der aktuelle Real-Boss, Bau-Milliardär Florentino Perez (79), hatte kürzlich Präsidentschaftswahlen angekündigt – bei denen er sich selbst wiederwählen lassen möchte.

Zum ersten Mal seit 20 Jahren dürfen die Mitglieder von Real Madrid damit ihren Präsidenten wählen. Es wird ein Duell zwischen Perez und Riquelme, einem aufstrebenden Gründer eines Wasser- und Energie-Unternehmens.

Riquelme schaffte es vor weniger als zwei Jahren ins Rampenlicht, als seine Cox ABG Group SA in Madrid an die Börse ging. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 1,2 Milliarden Euro kletterten die Aktien seit dem Debüt um 36 Prozent. Cox kaufte vergangenes Jahr das Mexiko-Geschäft von Iberdrola SA – ein Deal im Wert von 4,2 Milliarden Dollar.

Es ist das erste Mal, dass Perez von einem Gegenkandidaten herausgefordert wird. Der Wahlprozess sah mehrere Schritte vor, nun soll es am 7. Juni zur Abstimmung kommen. Die Anforderungen für Kandidaten sind hoch: Sie müssen Spanier sein, mindestens 20 Jahre Mitglied des Klubs und finanzielle Garantien in Höhe von mindestens 15 Prozent des Klub-Budgets vorweisen – aus persönlichem Vermögen oder Bankkrediten. Das entspricht derzeit rund 187 Millionen Euro.

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