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Bremste Bush die Ermittlungen? Dritter US-Präsident in Epstein-Skandal verwickelt

Bremste Bush die Ermittlungen? Dritter US-Präsident in Epstein-Skandal verwickelt
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Washington – Jetzt holt der Epstein-Skandal den dritten US-Präsidenten ein: Nach Donald Trump (79) und Bill Clinton (79) soll auch George W. Bush (79) in den Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein (†66) verwickelt sein. Während seiner Amtszeit soll das Weiße Haus aktiv in die Ermittlungen gegen Epstein eingegriffen haben.

Bislang wurde Bush in den sozialen Medien in ironischen Memes dafür gefeiert, in keinen US-Skandal verwickelt zu sein: „Keine Erwähnung in den Epstein-Akten, keine Erpressung. Er hat den Nahen Osten aus reiner Liebe zum Spiel bombardiert.“ Doch die ersten Influencer löschen bereits ihre Memes: Denn die US-Zeitung „Miami Herald“ berichtet, dass auch Bush im Epstein-Skandal eine Rolle gespielt haben könnte.

Ermittlungen aus den 2000er-Jahren werfen neue Fragen auf. Im Zentrum: Michael Reiter, der damalige Polizeichef von Palm Beach, der gegen Epstein wegen seines Prosituierten-Rings ermittelte. Gegenüber dem „Miami Herald“ erhebt er schwere Vorwürfe gegen die US-Justiz unter Präsident Bush.

Reiter soll zwei Dutzend Mädchen und ihre Eltern befragt haben und umfangreiches Belastungsmaterial zusammengetragen haben. Doch dann sei seine Aufklärung ausgebremst worden. Verantwortlich dafür macht Reiter den damaligen Staatsanwalt von Miami, Alex Acosta (57).

Anweisungen aus Washington

Reiter konfrontierte Acosta: „Ich bin hier, um Sie aufzufordern, den Prinzipien gerecht zu werden, zu denen Sie sich bei Ihrem Amtseid bekannt haben.“ Laut Reiter erklärte Acosta: „Wir haben einige Anweisungen von der ‚Hauptjustiz‘ erhalten, und Epsteins Verteidiger haben sehr effektive Arbeit geleistet, um den Fall zu verzögern.“

Mit der „Hauptjustiz“ war offenbar die Spitze des US-Justizministeriums in Washington gemeint. Damals stand das Ministerium unter der Leitung von Justizminister Alberto Gonzales (70).

Am Ende wurde Epstein trotz zahlreicher Vorwürfe und bis zu 40 bekannten mutmaßlichen Opfern lediglich in einem einzigen Anklagepunkt verurteilt. Erst Jahre später, 2019, erfolgte der große Zugriff. Epstein wurde wegen Menschenhandels mit Minderjährigen angeklagt – starb jedoch kurz darauf in seiner Gefängniszelle.

Am Mittwoch muss Microsoft-Gründer Bill Gates (70) vor dem Epstein-Ausschuss aussagen. Der Kontrollausschuss im US-Repräsentantenhaus untersucht das Missbrauchsnetzwerk.

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