Alarmstufe Rot beim größten Krypto-Handelsplatz der Welt! Die Plattform „Binance“ untersucht einen möglichen Hackerangriff. Nach Angaben des Unternehmens wurden im Zusammenhang mit dem Sicherheitsvorfall bereits Kryptowährungen im Wert von 2,54 Milliarden Dollar (rund 2,3 Mrd. Euro) eingefroren. Wie groß der mögliche Schaden tatsächlich ist, war zunächst allerdings unklar. „Binance“ hat bislang nicht bestätigt, dass Hacker tatsächlich Gelder erbeutet haben.
Gründer Changpeng Zhao (49) findet trotzdem deutliche Worte. Der frühere „Binance“-Chef schrieb auf X: „Die Kundengelder sind sicher!“ Gleichzeitig räumte er ein: „Es sieht tatsächlich nach einem Hackerangriff auf Binance aus.“
Das Unternehmen selbst versucht, seine Kunden zu beruhigen. Ein Sprecher erklärte: „Seien Sie versichert, dass die Kundengelder vollständig sicher sind.“ Die Sicherheitsteams würden alle relevanten Informationen mit höchster Dringlichkeit prüfen. Weitere Informationen wolle Binance über seine offiziellen Kanäle veröffentlichen, sobald sie verifiziert seien.
Ein- und Auszahlungen gestoppt
Während die Ermittlungen laufen, hat „Binance“ sämtliche Ein- und Auszahlungen vorübergehend ausgesetzt. Die Teams arbeiteten nach eigenen Angaben „rund um die Uhr“ an der Aufklärung. Dabei kooperiert die Kryptobörse mit Strafverfolgern, Herausgebern von Digitalwährungen, Blockchain-Analysefirmen und weiteren Unternehmen der Branche.
Die bereits eingefrorene Summe könnte deshalb noch steigen. „Binance“ erklärte auf dem Kurznachrichtendienst X zu den bislang gesicherten 2,54 Milliarden Dollar: „Diese Summe könnte weiter steigen“, während die Teams gemeinsam mit Ermittlern und Partnern weitere Vermögenswerte aufspüren und einfrieren.
Auch zwei Schwergewichte aus der Krypto-Branche griffen ein. Der Stablecoin-Anbieter „Tether“ fror nach Angaben von Firmenchef Paolo Ardoino (42) umgerechnet mehr als 1,5 Milliarden Dollar ein, die mit einem „möglichen Hackerangriff auf die Kryptobörse Binance“ in Verbindung stehen. Circle-Chef Jeremy Allaire (55) teilte ebenfalls auf X mit, sein Unternehmen habe „in Abstimmung mit den Strafverfolgungsbehörden“ umgerechnet mehr als 800 Millionen Dollar eingefroren.
Hintergrund: Ein Stablecoin ist eine Kryptowährung, deren Wert an einen stabilen Vermögenswert – meistens eine staatliche Währung wie den US-Dollar – gekoppelt ist, um extreme Preisschwankungen zu vermeiden.
Die Nervosität erreichte auch den Kryptomarkt: Bitcoin verlor am Donnerstagabend (Ortszeit) 3,2 Prozent und fiel unter 79.000 Dollar.