In der Stadt Balaschicha in der Nähe der russischen Hauptstadt Moskau ist ein Mann durch eine Autobombe getötet worden. Die Explosion habe sich am Dienstag gegen 5.30 Uhr Ortszeit ereignet, teilte das staatliche Ermittlungskomitee mit. Der Mann sei noch am Unfallort verstorben.
Es sei ein Verfahren eingeleitet worden, um die Hintergründe des Vorfalls zu klären, schrieb das Ermittlungskomitee. Die Behörden entschärften eigenen Angaben zufolge zudem einen verdächtigen Gegenstand im Südwesten Moskaus durch eine gezielte Sprengung.
Der regierungstreuen Tageszeitung zufolge enthielt die Bombe bis zu einem halben Kilogramm Sprengstoff und war unter dem Boden des Wagens angebracht. Ukrainische und russische Blogger schrieben, der Tote sei ein Oberst oder General der russischen Raketentruppen. Die mutmaßliche Adresse des Getöteten in Balaschicha habe bereits seit 2023 auf einer öffentlich einsehbaren Feindliste der Ukraine gestanden.
Ukrainische Geheimdienste haben mutmaßlich bereits mehrere Anschläge auf russische Militärangehörige verübt, und das oft mit Autosprengsätzen. Im April 2025 wurde so bereits ein General des russischen Generalstabs bei Moskau getötet. Im Dezember wurde ein weiterer General ebenfalls durch eine Autobombe in Moskau getötet. Der russische Nationalist, Schriftsteller und Politiker Sachar Prilepin war schon 2023 durch eine Explosion verletzt worden. Hinter allen Anschlägen vermutet Russland ukrainische Agenten. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine dauert bereits mehr als vier Jahre.