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Attacke in JVA Straubing: Neonazi-Mörder hinter Gittern getötet

Attacke in JVA Straubing: Neonazi-Mörder hinter Gittern getötet
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Straubing (Bayern) – Ein Häftling (43) soll in der JVA Straubing einen Mitgefangenen brutal erschlagen haben. Das Opfer: ein wegen Mordes verurteilter Neonazi, berichtet die „Mittelbayerische Zeitung“. Jetzt droht dem Täter etwas sehr Seltenes: eine zweite lebenslange Haftstrafe.

Alban H. sitzt bereits wegen versuchten Mordes an seiner Ex-Freundin in München hinter Gittern. 2023 verurteilte ihn das Landgericht München zu lebenslanger Haft. Doch damit nicht genug: Knapp ein Jahr später soll der heute 43-Jährige in der JVA Straubing (Bayern) einen Mitgefangenen in dessen Zelle attackiert und ihn einfach liegen gelassen haben.

503 Tage im Koma – dann der Tod

Der Mann lag 503 Tage im Koma und starb Anfang Mai dieses Jahres. Die Staatsanwaltschaft Regensburg will deshalb eine Mord-Verurteilung. Ab 29. Juni steht H. in Regensburg vor Gericht. Sechs Verhandlungstage sind geplant.

15 Messerstiche trotz Kontaktverbot

Der Fall, der den albanischen Staatsbürger ins Hochsicherheitsgefängnis brachte, sorgte in München für Schlagzeilen: Er passte seine Ex vor ihrer Wohnung ab und rammte ihr 15 Mal ein Messer in Hals und Körper. Das Opfer überlebte nur, weil Passanten es sofort in eine Klinik brachten, statt auf den Notarzt zu warten. Sonst wäre die Frau verblutet, stellten die Richter fest.

Brutal auf den Kopf getreten

Was Alban H. nun vorgeworfen wird, hat es in sich: Er soll im Dezember 2024 einen Mitgefangenen niedergeschlagen und brutal mit dem Fuß auf dessen Kopf getreten haben. Offenbar hatte der andere Häftling H. zuvor tätowiert und wollte dafür das Geld sehen. Statt zu zahlen, soll H. zugeschlagen haben. Wegen der schweren Kopfverletzungen wachte das Opfer bis zu seinem Tod Anfang Mai nicht mehr auf.

Opfer war verurteilter Neonazi-Mörder

Das Opfer der Tat hinter Gittern war nach Recherchen der Mediengruppe Bayern kein Unbekannter: Marcus E. – 2010 erstach der Neonazi in Leipzig den jungen Iraker Kamal K. Aus Hass auf Ausländer wurde der damals 19-jährige Iraker unweit des Bahnhofs Leipzig erst mit Fäusten und Pfefferspray attackiert. Es folgte ein tödlicher Stich in den Bauch. Das Leipziger Landgericht verurteilte Marcus E. wegen Mordes zu 13 Jahren Haft und ordnete Sicherungsverwahrung an. Alban H., der Marcus E. nun getötet haben soll, droht nun etwas Seltenes: Er könnte in Regensburg ein zweites Mal lebenslänglich kassieren.

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