das Meinungsforschungsinstitut Yougov will herausgefunden haben, dass zurzeit nur noch 20 % der Deutschen die Union und 12 % SPD wählen würden. 29 % aber die AfD. Die FDP steht zum ersten Mal seit Langem wieder bei 5 Prozent.
Kubicki wirkt.
Im Profifußball würde der schwächelnde Traditionsklub CDU diesem kleinen Verein, der FDP, seinen Stürmer Kubicki abkaufen. Stürmer im dritten Frühling sind ja auch nicht mehr so teuer.
Vor Saisonbeginn hat die CDU ihren Fans begeisternden Angriffsfußball versprochen, stattdessen sehen die Fans ratloses Ballgeschiebe ohne Zug zum Tor. Die SPD aber nähert sich der Abstiegszone. Im Fußball würde man den Trainer wechseln und Bärbel Bas wegen ihrer vielen Eigentore zur Bewährung an einen kleineren Verein ausleihen, vielleicht an „Die Partei“.
Was ich irre finde, ist die Tatsache, dass es immer so weitergeht. Alle scheinen nur noch auf die Wahlen im Herbst zu warten. In der Zwischenzeit geht der Niedergang der Wirtschaft weiter. Demnächst ist das Einzige, was in Deutschland noch funktioniert, die Brandmauer.
Die große Frage aber ist, was es politisch zu bedeuten hätte, wenn wir wirklich Weltmeister würden. 1954 war Wirtschaftswunder, 1974 war Aufbruchstimmung, 1990 war Wiedervereinigung, 2014 war der letzte Drink vorm Rausschmiss. Und 2026? Das Wunder von East Rutherford?
Herzlich Ihr
Harald Martenstein
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