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AfD-Bundesparteitag: Russen-Professor will gegen Weidel kandidieren

AfD-Bundesparteitag: Russen-Professor will gegen Weidel kandidieren
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Berlin/Leipzig – Der Bundesparteitag in Erfurt sollte zur großen Machtdemonstration von Alice Weidel werden. Statt Geschlossenheit und Jubel könnte die AfD-Chefin nun aber ausgerechnet auf der eigenen Bühne herausgefordert werden. Nach BILD-Informationen will ein parteiinterner Widersacher gegen sie antreten.

Er gilt als chancenlos. Doch ausgerechnet der sächsische Bundestagsabgeordnete Matthias Moosdorf (61) könnte Alice Weidel (47) den Bundesparteitag am Wochenende in Erfurt vermiesen. Nach BILD-Informationen hat der Cellist intern angekündigt, die „Arschbombe ins Buffet“ zu machen. Heißt: Er will überraschend selbst für den Parteivorsitz kandidieren – gegen die Parteichefin. Und damit einen Eklat provozieren.

Moosdorf weiß, dass er Weidel nicht schlagen kann. „Seine acht Minuten für eine Bewerbungsrede will er stattdessen für eine Generalabrechnung mit der Parteichefin und ihrem Führungsstil nutzen“, sagt ein AfD-Spitzenmann zu BILD aus dem Umfeld von Moosdorf.

Professor in Moskau

Der Grund: Zwischen beiden herrscht schon länger dicke Luft. Im vergangenen Jahr verlor der Leipziger seinen Posten als außenpolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion. Hintergrund waren unter anderem nicht abgestimmte Moskau-Kontakte und eine Russland-Reise. Es folgten parteiinterne Ordnungsmaßnahmen, darunter ein Ordnungsgeld und ein Redeverbot. Im Mai 2026 verhängte die Fraktion angeblich auf Weidels Betreiben erneut ein Ordnungsgeld von 5000 Euro, nachdem Moosdorf in einem Brandbrief den Weidel-Vertrauten Markus Frohnmaier (35) attackiert hatte.

Besonders brisant: Moosdorf pflegt seit Jahren enge Kontakte nach Russland. Der Musiker nahm unter anderem eine Honorarprofessur an der direkt vom Kreml finanzierten Moskauer Gnessin-Musikhochschule an.

„Sie telefoniert seit Wochen“

Für Weidel kommt die Kampfansage zur Unzeit. Eigentlich wollte sie ihre Wiederwahl als Machtdemonstration inszenieren. Doch hinter den Kulissen wächst der Widerstand gegen ihre Personalpolitik. Mehrere Landesverbände werfen der Parteichefin vor, Schlüsselpositionen systematisch mit Vertrauten zu besetzen und nun auch ihre Wunschkandidaten in den neuen Bundesvorstand drücken zu wollen.

„Seit Wochen schwingt die Vorsitzende den Telefonhörer und versucht, ihre Leute mit Macht in den Bundesvorstand zu drücken“, sagt ein hochrangiger AfD-Funktionär zu BILD. Statt die Interessen der Landesverbände zu berücksichtigen, stütze sich Weidel zunehmend auf ihr Netzwerk um die Fraktionsvizes Sebastian Münzenmaier (37) und Markus Frohnmaier. In Ost und West wachse deshalb der Unmut über den Führungsstil der Parteichefin.

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