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Aber stimmt die Akustik? Deutschlands berühmtestes Orchester soll in Alu-Koloss spielen

Aber stimmt die Akustik? Deutschlands berühmtestes Orchester soll in Alu-Koloss spielen
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Berlin – Mehr als ein Jahrzehnt wartet der schlafende Alu-Koloss von Berlin auf eine Zukunft. Er war der teuerste Bau im damaligen West-Teil. Im heutigen Vergleich kostete er rund 1,3 Milliarden Euro und ist 25 Mal so lang wie Buckelwal Timmy. Jetzt soll das Internationale Congress Centrum (ICC) mit klassischer Musik wieder erweckt werden. „Große Konzerte sind denkbar – auch der Berliner Philharmoniker“, sagt Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (48, SPD) zu BILD.

Am 24. Juni wird die SPD-Politikerin enthüllen, wer hinter dem Bieter-Konsortium steckt, das das ICC wiederbeleben will. Wie BILD weiß, wäre das weltberühmte Orchester der Philharmoniker als Untermieter sehr willkommen. Denn ab 2032 wird ihr Stammhaus jahrelang saniert.

Bei der ICC-Eröffnung im Jahr 1979 prahlte der damalige Bundespräsident Walter Scheel († 2016) vor den 12.000 Geladenen: „Das ICC steht noch, wenn die Cheops-Pyramide längst verwittert ist.“ Der Bau wurde x-fach ausgezeichnet als Europas bestes Kongresszentrum, 2014 aber wegen notwendiger Sanierungen unter anderem von Schadstoffen geschlossen – weil das Land Berlin dafür kein Geld locker machen wollte.

Seitdem fallen jährlich 2 Millionen Euro für Not-Betrieb und Security an. Zwischengenutzt wurde es als Impfzentrum, für Flüchtlinge, Ausstellungen. Im Angebot ist jetzt für die Laufzeit von 99 Jahren per Erbbauvertrag: Das denkmalgeschützte Hauptgebäude (313 m lang), das Parkhaus (612 Plätze) und ein Parkplatz (5904 qm). Das Parkhaus könnte durch ein Hotel ersetzt werden, auf dem Parkplatz gegenüber ein 80-Meter-Hochhaus entstehen.

Endgültiger Deal in zwei Jahren

Wenn der Zuschlag in gut drei Wochen erteilt ist, müssen die künftigen Besitzer ihre Pläne noch zwei Jahre lang vertiefen. Ab 2032 könnte der Saal 1 für etliche Jahre die Heimat der weltberühmten Berliner Philharmoniker sein. Denn dann müssen sie ihren Scharoun-Bau in der Nähe des Potsdamer Platzes verlassen. Bei der Philharmonie muss unter anderem dringend der Brandschutz saniert werden.

Die Grundbedingungen der Philharmoniker erfüllt das ICC: Die erwünschte Kapazität mit rund 2400 Plätzen würde erreicht – Saal 1 bot als Tagungsraum schon 5000 Plätze. Und U-Bahn und S-Bahn gibt‘s auch vor der Tür. Die Entscheidung zum Orchester-Umzug soll auf jeden Fall noch in diesem Jahr fallen. Aktuell noch eine offene Frage: Stimmt die Akustik im großen Saal?

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