Paris – Wenn eine eine Reise tut … Zu erzählen hat Sophia Thomalla (36) genug! Wie groß ihre Liebe ist, zeigte sich am Sonntag. Ihr Freund Alexander Zverev (29) gewinnt die French Open in Paris, seinen ersten Grand-Slam-Titel. Die Moderatorin ist arbeitsmäßig eingespannt, kann nicht dabei sein. Dann kommt sie doch, für ein paar Stunden, wenigstens um zu gratulieren. Und mit einem tierischen Geschenk im Täschchen. Aber der Reihe nach.
Eigentlich wollte Thomalla von ihrem aktuellen Arbeitsort Köln aus nach Paris aufbrechen, wenn das Finale gegen den Italiener Flavio Cobolli (24) vorbei ist. „Konnte ja keiner ahnen, dass es so lange dauert. Also musste ich eher los, nach dem vierten Satz, den er gerade verloren hatte. Dieser Zug war der letzte nach Paris.“
Doch plötzlich stand sie ohne Ticket da! Die Online-Buchung funktionierte nicht. Thomalla: „Ich stand mit Hund weinend auf dem Bahnsteig. Die Schaffnerin erkannte mich wohl und wusste, warum ich nach Paris wollte. ‚Steigen Sie ein, wir machen das drin‘, sagte sie. Das war so lieb.“
Alles gutgegangen. Und das Finale? „War zu aufregend. Ich konnte es mir nach dem vierten Satz nicht mehr ansehen. Ich schaute im Zug nur mal kurz auf das Ergebnis, da stand es 4:0, da habe ich wieder eingeschaltet“, erzählt sie.
Thomalla hat neuen Dackel im Gepäck
Was für einen Hund hatte sie in ihrer Tasche dabei? Die Zverevs hatten doch alle drei Familienhunde schon mit in Frankreich: Lövik, Junior und Mishka. Thomalla: „Das ist Buba, 15 Wochen alt und der zweite Hund neben Mishka, der jetzt Sascha und mir gehört.“ Was für ein Geschenk für den Hundenarren!
Und wie sehr er Tiere liebt, wurde gleich in der Nacht klar. Denn da spielte nicht mehr der Siegerpokal, der Coupe des Mousquetaires, die Hauptrolle, sondern Buba. „Sascha hat sich erst mal eineinhalb Stunden mit ihm beschäftigt, so sind wir viel zu spät zum Essen gekommen.“ Denn Dackel Buba musste ja auch noch Dackel Mishka kennenlernen.
Gefeiert wurde dann in einem Club, völlig unspektakulär. Die Location wurde nicht eigens gemietet, es herrschte normaler Publikumsverkehr. Comedian Oliver Pocher (48) und Ex-NBA-Profi Daniel Theis (34) sollen auch dabeigewesen sein. „Es war sehr nett, aber nicht sooooo wild“, lacht Thomalla. Schließlich kennt Tennis keine Pause. In einer Woche steht schon das Turnier in Halle/Westfalen an, vorher will die Nummer 3 der Welt dort noch auf Rasen trainieren.
Vorher geht es für Zverev aber nach Hause nach Monte Carlo, Dienstag oder Mittwoch hat wohl seine Heimatstadt Hamburg eine Ehrung geplant. Bei Thomalla („Ich war erst um 6 Uhr wieder im Hotel“) klingelte um 7 Uhr der Wecker, Köln und somit die Arbeit rief.
Thomalla „unfassbar stolz“ auf Zverev
Was bedeutet ihr der Erfolg ihres Freundes? Zu BILD sagt Thomalla: „Es fällt so eine unfassbare Last von ihm ab. Dass er diesem Druck standhielt, darauf bin ich so unfassbar stolz. Gegen wen er spielte, ist mir sowas von egal. Er kann nur gegen die antreten, die da sind. Jetzt ist der Knoten geplatzt, jetzt wird er noch zwei, drei von den Dingern gewinnen.“
Dabei vergisst Thomalla zwei wichtige Personen in seinem Leben nicht. „Ich freue mich für seine Eltern, die sich den Arsch aufgerissen haben. Es hat sich alles gelohnt, was sie für ihn getan haben.“ Für sie, Zverevs Oma Natalia, Bruder Mischa und Manager Sergey Bubka junior sowie Sparringspartner Michail Ledovskych hat sie sich was ganz Besonderes einfallen lassen: „Ich lerne jetzt Russisch, weil zu Hause nur Russisch gesprochen wird. Ich bin da schon ganz gut drin.“ Nächste Lektion: Dienstag, 8 Uhr.