Berlin – Kleiner Elefant, großes Zahnweh! Beim Spielen im Berliner Zoo hat sich der zweijährige Elefantenbulle Simon einen Stoßzahn abgebrochen. Ein Tierarzt reiste extra aus Belgien an und hat das Jungtier unter Narkose behandelt.
Die erfreuliche Nachricht: Der kleine Simon hat den Eingriff gut überstanden und ist bereits wieder putzmunter an der Seite seiner Mutter Tana (15). Das Elefantenkind erhält aber noch für einige Tage Schmerzmittel. Die Verletzung hatte sich das Tier in der vergangenen Woche beim Spielen zugezogen. „Ein gebrochener Stoßzahn, bei dem das empfindliche Zahnmark freiliegt, ist immer ein medizinischer Notfall“, erklärte der belgische Mediziner Yves Debosschere.
Schnelle Behandlung wichtig
Damit das Zahngewebe erhalten bleibt, ist eine schnelle Behandlung entscheidend. „Bei Simon konnten wir die verletzte Stelle gezielt behandeln und versiegeln – eine Garantie für den langfristigen Erfolg gibt es zwar nicht, aber wir sind zuversichtlich“, sagte Debosschere.
Für den Eingriff bekam Simon eine Narkose. Dann wurde der betroffene Stoßzahn zunächst geröntgt, um die Verletzung genauer beurteilen zu können. Anschließend behandelte der Arzt das verletzte Zahngewebe. Dabei wurde etwa 20 Mal so viel Material eingesetzt, wie bei einem menschlichen Zahn nötig wäre.
Durstig nach Narkose
Der kleine Patient steckte den Zahnarzttermin erstaunlich locker weg. Schon kurz nach dem Aufwachen aus der Narkose suchte der kleine Elefantenbulle die Nähe zu seiner Mutter Tana und trank bei ihr. „Ein besonders erfreuliches Zeichen für das gesamte Behandlungsteam“, erklärte der Zoo.