East Rutherford – Was ist wirklich mit unserer Mannschaft los? Gegen die Elfenbeinküste zwar durch Undavs Doppelschlag gewonnen (2:1), aber körperlich unterlegen. Und bei der 1:2-Pleite von Ecuador teilweise plattgerannt.
Nach BILD-Informationen war die körperliche Unterlegenheit unserer Mannschaft schon nach dem Spiel gegen die Elfenbeinküste in der Kabine ein Thema. Tenor: Ein Großteil der Mannschaft habe große Probleme, gegen physisch starke Spieler in den Zweikämpfen zu bestehen. Eine Aussage des Bundestrainers versetzt Fußball-Deutschland vor dem Sechzehntelfinale am Montag (22.30 Uhr) in WM-Alarmbereitschaft.
Nagelsmann: „Körperlichkeit ist schwer zu trainieren. Wir müssen den Ball früher spielen, um Zweikämpfen aus dem Weg zu gehen.“ Wie soll das gegen einen möglichen Gegner Paraguay funktionieren, der giftig und aggressiv auftritt? Was besorgt: Unsere Spieler zeigen nicht die Wucht, für die deutsche Nationalmannschaften bekannt und gefürchtet war.
Die Fakten:
► Deutschland gewann gegen Ecuador zwar 50 Prozent der Zweikämpfe, aber sieben der 15 eingesetzten deutschen Feldspieler hatten eine negative Zweikampfbilanz.
► Pavlovic und der für ihn eingewechselte Stiller haben gegen Ecuador mehr Zweikämpfe verloren als gewonnen.
► In jedem Spiel setzt es mindestens ein Gegentor. Vorn kann sich unsere Offensive um Kai Havertz (27), Florian Wirtz (23), Jamal Musiala (23) und Leroy Sané (30) nicht durchsetzen. Und das, obwohl unsere „Engländer“ Havertz und Wirtz in der robustesten Liga der Welt spielen.
Kapitän Joshua Kimmich (31) bemängelte nach der Ecuador-Pleite, dass der Gegner „griffiger“ war: „In der Mitte der ersten Halbzeit haben wir ein bisschen an Kontrolle verloren, weil wir zu viele Ballverluste hatten, weil wir zu viele direkte Duelle verloren haben.“
Noch drei Tage bis zum ersten K.o.-Spiel im Sechzehntelfinale in Boston. Bis dahin müssen unsere Spieler kräftig zulegen! Wie soll das gehen? Nagelsmann: „Im Oberkörperbereich aufzutrainieren, wird nicht möglich sein.“ Dann müssen wir jetzt auf ein Mucki-Wunder hoffen.