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WM 2026: Thomas Tuchel tobt ins Viertelfinale: Wildes Spektakel bei England – Mexiko

WM 2026: Thomas Tuchel tobt ins Viertelfinale: Wildes Spektakel bei England – Mexiko
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England erobert die mexikanische Festung. Die Truppe von Trainer Thomas Tuchel (52) gewinnt ein wildes und spektakuläres WM-Achtelfinale in Mexiko-Stadt gegen den Co-Gastgeber trotz 50 Minuten in Unterzahl 3:2 und schreibt damit WM-Geschichte. Grund: Für Mexiko ist es seit Einweihung des Aztekenstadions 1966 die erste WM-Pleite (zuvor 7 Siege, 4 Remis). Englands erster Auftritt in dem legendären Stadion seit der „Hand Gottes“ im WM-Viertelfinale 1986 (1:2 gegen den späteren Weltmeister Argentinien) verlangt auch Tuchel alles ab, der sein Team an der Seitenlinie ins Viertelfinale tobt.

Obwohl Harry Kane einen Foulelfmeter (Rangel an Gordon) zum 3:1 verwandelt, ist der Bayern-Star diesmal ausnahmsweise nicht Englands Matchwinner – sondern Jude Bellingham. Denn der Ex-BVB-Star schockt Mexiko nach starkem Beginn mit einem Doppelpack innerhalb von 98 Sekunden.

36. Minute: Rice treibt den Ball nach vorne. Am Ende nickt Jude Bellingham eine Saka-Flanke am zweiten Pfosten ein – das erste Gegentor für Mexiko bei dieser WM. Direkt nach dem Anstoß erobert Kane die Kugel gegen Mexikos Top-Talent Mora. Am Ende legt Englands Kapitän für Bellingham quer, der nur noch einschieben muss (38.).

Die Mexiko-Fans singen nach dem Doppelschlag „Si se puede“ (zu Deutsch: „Ja, wir können“), machen ihrem Team so Mut, den Rückstand aufzuholen – mit Erfolg. Noch vor der Pause verkürzt Mexiko: Eine Freistoß-Flanke klärt Konsa genau vor die Füße von Julian Quinones, der die Kugel unter die Latte knallt – 1:2. (43.)

Leverkusens Quansah fliegt mit Rot runter

Und dann vergibt Mexikos Raul Jimenez in der Nachspielzeit gleich zwei Top-Chancen auf den möglichen Ausgleich (45.+1/45.+3). Außerdem spitzelt Bellingham Mexikos Montes die Kugel vom Fuß, rettet so in höchster Not (45.+4).

Auch nach der Pause ist es ein rasantes Duell. Zunächst trifft O‘Reilly den Pfosten – England im Alu-Pech (49.). Dann trifft Leverkusens Quansah mit offener Sohle das Bein von Gallardo, fliegt nach VAR-Check mit Rot runter (54.). Heißt: England 50 Minuten in Unterzahl. Als der Video-Schiri eingreift, kommt es zwischen den Bänken zu einer Rudelbildung. Und zu einer kuriosen Szene: Denn das Foul wird unüblicherweise auf der Videowand gezeigt.

Kane verwandelt und verursacht Elfer

Nachdem Kane für England vom Punkt auf 3:1 erhöht (60.), verursacht er selbst einen Elfer. Grund: Kane will klären, trifft aber Gutierrez am Fuß. Den fälligen Strafstoß verwandelt Jimenez, bringt Mexiko so nochmal auf 2:3 ran (69.). Der Co-Gastgeber drückt in Überzahl auf den Ausgleich, England konzentriert sich nur noch auf die Defensive, zittert den Vorsprung ins Ziel.

Schon vor dem Spiel gab es reichlich Wirbel: Denn Tuchel sah in der Höhenlage des Aztekenstadions auf 2.240 Metern einen Nachteil für sein Team. Und wegen Gewitter kann Schiri Alireza Faghani das Spiel bei 18 Grad und strömendem Regen erst mit einer Stunde Verspätung anpfeifen.

England im Viertelfinale gegen Norwegen

Außerdem haben sich in der Nacht vor dem Spiel wieder mexikanische Fans vor dem Team-Hotel der Three Lions versammelt und Lärm gemacht. Mit Trommeln, Feuerwerkskörpern und Musik versuchten sie, die England-Stars um den Schlaf zu bringen. Und die 80.824 Zuschauer machen auch im Aztekenstadion ordentlich Lärm. Unmittelbar vor dem Anpfiff werden in dem Hexenkessel 149 Dezibel gemessen. Zum Vergleich: Ein startender Düsenjet ist ähnlich laut.

So trifft England im Viertelfinale am kommenden Samstag (23 Uhr) in Miami auf Norwegen. Dagegen setzt sich Mexikos Achtelfinal-Fluch fort. Denn Mexiko hat nun zum 8. Mal in Serie ein WM-Achtelfinale verloren.

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