Diese Roten Karten werden die Fußball-Fans in Europa nicht sehen! Im Gegensatz zur Weltmeisterschaft wird es bei den Wettbewerben der Uefa keinen Platzverweis geben, wenn sich Spieler beim Zoff mit einem Gegenspieler die Hand vor den Mund halten. Dies berichtet die englische BBC.
Demnach sollen nach den Plänen der UEFA die Schiedsrichter die Situationen in den europäischen Pokalwettbewerben individuell bewerten und abwägen, ob eine Gelbe Karte angebracht sei, wenn es sich um „den Versuch handelt, die Kommunikation als Akt unsportlichen Verhaltens zu verbergen“.
Bei der laufenden WM hatte als erster Spieler Paraguays Miguel Almirón (32) die Rote Karte gesehen, als er im Streit mit Türkei-Star Mert Müldür (27) die Hand vor den Mund gehalten hatte. Später sah auch noch Ecuadors Piero Hincapié (24) im Sechzehntelfinale gegen Mexiko Mund-Rot. Für diese Strafe hatte sich Fifa-Präsident Gianni Infantino (56) eingesetzt.
Auslöser für die Einführung der Regel war die Aufregung um Gianluca Prestianni (20) von Benfica Lissabon, der Vinícius Júnior (25) von Real Madrid im Play-off-Duell der Champions League rassistisch beleidigt haben soll und sich dabei das Trikot vor den Mund gezogen hatte.
VAR-Rechte werden erweitert
Eine weitere Regel soll dagegen nach der WM auch in Europa übernommen werden. So werden wie bei der WM die Befugnisse des Video-Assistenten (VAR) erweitert. Bedeutet: Falsch gegebene Ecken werden künftig per Videobeweis überprüft. Spieler, die aus Protest das Spielfeld verlassen, werden anders als bei der Endrunde in den Uefa-Wettbewerben aber nicht mit einer Roten Karte bestraft.