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WM 2026: Franziska van Almsick zerlegt Leon Goretzka – „Menschlich enttäuscht“

WM 2026: Franziska van Almsick zerlegt Leon Goretzka – „Menschlich enttäuscht“
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Diese Worte haben es in sich! Schwimm-Legende Franziska van Almsick (48) spricht im Podcast „Kerners11“ mit Johannes B. Kerner (61/aktuell für MagentaTV bei der WM im Einsatz) über das blamable WM-Aus der DFB-Elf im Sechzehntelfinale gegen Paraguay. Die Nagelsmann-Truppe scheiterte im Elfmeterschießen. Ein Desaster auch deshalb, weil sich einige DFB-Stars weggeduckt hatten und nicht vom Punkt antreten wollten (BILD berichtete). Ein absolutes Unding für van Almsick, die im Podcast besonders an einen Nationalspieler heftige Worte richtet: Leon Goretzka (31)!

Van Almsick: „Ich fand, das war eine ganz blöde Vorstellung unserer Jungs. Da ist ein Spieler dabei, von dem ich wirklich menschlich sehr enttäuscht bin. Weil es offensichtlich eine Reaktion gab, die zeigte, dass er nicht den Elfmeter schießen will und wenn sich jemand offensichtlich da rausnimmt und keine Verantwortung übernimmt, was ich so nicht erwartet hätte ...“

„Es geht darum, zu seinen Fehlern zu stehen“

Kerner hakt nach: „Du meinst Leon Goretzka?“

Van Almsick: „Absolut. Das war für mich die Kirsche auf der Torte. Das hat ganz, ganz viel über die Mannschaft ausgesagt. Ich finde, man muss kritikfähig sein. Das ist das, was mich am meisten an unserer Gesellschaft, aber auch jetzt bei unserer Fußball-WM oder den Spielen unserer Nationalmannschaft ärgert. Kritikfähig zu sein und Verantwortung zu übernehmen. Es geht nicht darum, dass keiner Fehler machen darf. Es geht darum, zu seinen Fehlern zu stehen. Jeder darf Fehler machen. Dann kann man sagen, es tut mir leid, ich habe mich falsch entschieden. (...) Aber es war ja fast eine Verweigerung oder nach Spielende nicht mal in der Lage zu sein, zu sagen, es tut mir leid ... dass das so schwierig ist, hätte ich nie gedacht.“

Woran es lag, dass Goretzka (aktuell auf Vereinssuche) nicht geschossen hatte? Van Almsick: „Er wirkte auf mich nicht ängstlich. Aber er wollte einfach nicht der Buh-Mann sein, wenns nicht klappt.“ Stattdessen trat Jonathan Tah (30) an – und verschoss. Es war der erste Elfmeter seiner Karriere.

Van Almsick weiter: „Der Buh-Mann war dann Tah, ja super. Jemand anderen reinlaufen zu lassen, um sich selbst aus dem Feuer zu nehmen, weil man sagt, die letzten Spiele habt ihr mich nicht gebraucht und jetzt komme ich und bin der Buh-Mann am Ende. Die Situation war sehr unglücklich.“

Van Almsick über Nagelsmann

Die zweimalige Schwimm-Weltmeisterin spielte früher selbst gerne Fußball, ist Fan und Mitglied der TSG 1899 Hoffenheim. Dort erlebte sie damals auch Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) auf Vereinsebene. Van Almsick: „Ich habe ihn (Nagelsmann, d. Red.) anders wahrgenommen. Er hat sich in den letzten Jahren verändert, aber das ist menschlich und völlig normal. Aber ich habe ihn anders, ein bisschen frischer, jugendlicher, offener wahrgenommen, als er bei uns in Hoffenheim war.“

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