Foxborough — Rückschlag für Frankreich vor dem WM-Viertelfinalknaller gegen Marokko! Die Fifa hat den Einspruch gegen die umstrittene Gelbe Karte von Bayern-Star Michael Olise (24) abgelehnt. Nationaltrainer Didier Deschamps: „Es gab keine Änderung bei Olises Gelber Karte. Wir haben heute Morgen die Entscheidung der Fifa erhalten, dass die Gelbe Karte bestehen bleibt.“
Heißt: Die Franzosen müssen wegen des Offensiv-Stars weiter zittern! Kassiert er im Viertelfinale gegen Marokko am Donnerstag (22 Uhr, MagentaTV, ARD und Live-Ticker bei BILD.de) eine weitere Gelbe Karte, müsste er ein mögliches Halbfinale gelbgesperrt aussetzen.
Olise war in der 97. Minute des 1:0-Achtelfinalsiegs gegen Paraguay nach einer Auseinandersetzung mit Matías Galarza verwarnt worden. Der Franzose hatte den Finger auf den Mund gelegt, seinem Gegenspieler ans Trikot gefasst. Galarza ging danach sofort wie vom Blitz getroffen zu Boden.
Es geht um einen Top-Star: Fifa schmettert Frankreich-Protest ab!
Der Einspruch Frankreichs folgt auf einen anderen prominenten Fall. In der vergangenen Woche hatte US-Präsident Donald Trump Fifa-Präsident Gianni Infantino angerufen und sich dafür eingesetzt, dass US-Stürmer Folarin Balogun nach einer Roten Karte nicht für das Achtelfinale gegen Belgien gesperrt wird. Die Fifa hob die Sperre auf und gab Balogun für die Partie frei. Geholfen hat das den USA allerdings nicht. Trotz Baloguns Einsatz schied die Mannschaft nach einem 1:4 gegen Belgien aus der Weltmeisterschaft aus.
Mit einem Sieg gegen Marokko könnte Frankreich zum vierten Mal in Folge ein WM-Halbfinale erreichen. Zudem wäre Frankreich erst die dritte Nation nach Deutschland und Brasilien, die bei drei aufeinanderfolgenden Weltmeisterschaften ins Halbfinale einzieht.
Bereits 2022 hatten die Franzosen Marokko im WM-Halbfinale ausgeschaltet. Ein ganz brisantes Duell der beiden Nationen! Wegen der Bedeutung des Spiels bereiten sich die Sicherheitsbehörden in Frankreich mit Tausenden Polizisten auf mögliche Unruhen vor.
Zum heißen Schiri-Thema, das gerade die WM bestimmt, sagt Deschamps: „Das liegt außerhalb unserer Kontrolle. Ich vertraue den Schiedsrichtern. Manche Entscheidungen können Diskussionen auslösen. Das hängt von der Sichtweise jedes Einzelnen ab. Unser Gegner ist Marokko, nicht der Schiedsrichter. Der Schiedsrichter ist da, um die Regeln des Spiels fair anzuwenden.“
Der 57-Jährige wird sein Amt nach dem Turnier niederlegen. Der Weltmeister-Kapitän von 1998 trainiert Frankreich seit 14 Jahren und führte die Mannschaft 2018 zum WM-Titel. An seine Zukunft denkt er nach eigenen Worten trotzdem nicht: „Danke für Ihre Sorge. Aber ich denke darüber nicht nach. Das letzte Spiel hätte schon mein letztes sein können. Für mich und meinen Trainerstab zählt nur, morgen zu gewinnen. Das ist unser Ziel. Im Fußball ist alles möglich, was das Ergebnis betrifft. Ich konzentriere mich ganz auf die marokkanische Mannschaft, damit wir dieses Spiel gewinnen.“