New Jersey – Liebe Fußball-Fans, das Bild, wie Lionel Messi nach dem 1:0-Sieg der Spanier im WM-Finale auf dem Rasen vor den argentinischen Fans weint, werde ich so schnell nicht vergessen: Sein großer Traum vom zweiten Titel in Folge – geplatzt.
Viermal habe ich Argentinien bei einer WM live im Stadion gesehen. Viermal endete es mit Messi-Frust. Bei der WM 2006, als Argentinien gegen Deutschland im Elferschießen verlor. Beim 0:4 gegen uns 2010 in Südafrika (mit Flugkopfballtor von Arne Friedrich). Beim 0:1 in Brasilien im Finale 2014 gegen uns und jetzt gegen Spanien in New Jersey.
Das tragische Ende – war leider komplett verdient nach diesem Spiel. 2:20 lautete die Torschussbilanz am Ende gegen Argentinien. Ohne Superkeeper Martinez wäre das Spiel schon viel früher entschieden gewesen. Von Messi war nur in der hektischen Schlussphase etwas zu sehen. Das Fazit des Spiels: Gegen die Übermacht Spanien ist auch ein Übermensch wie Messi vollkommen machtlos.
Mit welcher Geschlossenheit, Disziplin, Qualität und Talent sich die Spanier den zweiten Titel der Geschichte sicherten – herausragend. Nur ein Gegentor in acht Spielen kassiert. Erst Ronaldo (1:0), dann Belgien (2:1), dann Topfavorit Frankreich (2:0) rausdominiert und am Ende Messi in den K.-o.-Spielen geschlagen.
19 Jahre nach dem Badewannen-Foto werden Messi und Co. vom damaligen Baby Lamine Yamal nassgemacht. Der Pokal aus den Händen von Donald Trump wurde selten an einen verdienteren Weltmeister verliehen.
Und Messi? Ihm bleibt der Trost, als bester Spieler aller Zeiten in die Geschichte einzugehen. Ob er bis zur WM 2030 in Spanien, Portugal, Marokko, Uruguay, Paraguay und Argentinien weitermachen sollte? Nur, wenn ihm Infantino ein Heimspiel in Buenos Aires schenkt – in dem er dann von der Fußballwelt Abschied nimmt. Da wäre ich dann gern noch ein fünftes Mal dabei…